9. Dezember 2011 - Facebook

Facebook akzeptiert strengere Datenschutz-Regeln

Facebook hat sich mit der US-Wirtschaftsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) auf ein Abkommen zu besseren Datenschutz-Regeln geeinigt. Wenn die Privatsphäre-Einstellungen eines Nutzers durch Facebook verändert werden, muss dies künftig vorher mitgeteilt werden.

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Facebook nähert sich dem Datenschutz an (Foto: Alexander Klaus, pixelio)

Über zwei Jahre hat das Verfahren zwischen Facebook und der US-Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) gebraucht, um das Online-Netzwerk zu verbessertem Datenschutz zu bewegen.

Nach Ansicht der FTC hat Facebook in der Vergangenheit wiederholt Datenschutzangaben nicht eingehalten. So wurden zum Beispiel im Dezember 2009 etliche Informationen öffentlich gemacht, von denen die Benutzer ausgehen mussten, dass sie privat seien, etwa die Freundeslisten.

Löschen eines Accounts geregelt

Wenn die Privatsphäre-Einstellungen eines Nutzers so durch Facebook verändert wird, dass frühere Einträge rückwirkend einem größeren Nutzerkreis angezeigt werden, dann muss dies künftig mitgeteilt werden. Benutzer müssen zukünftig explizit einwilligen, bevor eine Neuerung ihre Datenschutzvoreinstellungen verändern kann.

Auch das Löschen eines Accounts ist jetzt Regeln unterworfen. 30 Tage nach dem Löschen eines Accounts darf niemand mehr ehemals hochgeladene Inhalte zu sehen bekommen.

Datenschutzaufsicht für 20 Jahre

Facebook muss überdies ein internes Privacy-Programm entwickeln, das neue Funktionen vor Einführung nach Datenschutzrisiken prüfen soll.

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Außerdem hat Facebook sich bereit erklärt, seine Dienste für 20 Jahre einer Datenschutzaufsicht zu unterziehen. Ursprünglich wollte das Internetunternehmen nur eine 5-jährige Aufsicht.

09.12.2011 (Facebook/BM)

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