9. Dezember 2012 - Cloud-Services

Europäische Wolken im Zugriff von US-Behörden

Nicht der Speicherort von Daten in der Cloud ist dafür maßgeblich, wie streng Datenschutzbestimmungen – vornehmlich der Schutz vor dem Zugriff auf Daten durch staatliche Stellen – eingehalten werden.

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Auch Speicherstandorte von Cloud-Daten in Europa sichern oft nicht vor unerwünschten Zugriffen (Bildquelle: Nicholas Thein/pixelio.de).

In der Untersuchung „Cloud Computing in Higher Education and Research Institutions and the USA Patriot Act„, die von Mitarbeitern des Instituts für Informationsrecht der Universität Amsterdam durchgeführt wurde, wird dargestellt, welche Möglichkeiten US-Regierungsstellen besitzen, auf Cloud-Daten zuzugreifen, die ausschließlich auf in Europa installierten Rechnern gespeichert sind.

Firmensitz entscheidend

Fazit: Auch wenn die Daten auf Rechner in Europa hinterlegt sind, nehmen sich US-Behörden häufig das Zugriffsrecht heraus. Für die Aufforderung zur Herausgabe dieser Daten sei der Standort der Speicher es nicht entscheidend. Vielmehr genüge es, wenn die Unternehmen – wie etwa Google, Amazon oder Microsoft – ihren Sitz in den USA hätten.

Bei diesen Unternehmen, so der Schluss der Wissenschaftler, eröffneten US-Gesetze wie der Patriot Act „weitreichende Möglichkeiten“ für Justiz, Polizei oder Geheimdienste der Vereinigten Staaten, die Herausgabe von Daten in der Cloud zu erreichen und europäische Schutzbestimmungen zu umgehen.

(09.12.2012/fgo)

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