17. Oktober 2012 - Datenschutzbestimmungen

EU-Datenschützer kritisieren Datenschutz bei Google

Die im März 2012 geänderten Datenschutzbestimmungen des Internet-Riesen Google stoßen weiterhin auf Kritik der EU-Datenschützer. So wurde jetzt ein Bericht zu dieser neuen Datenschutzerklärung und ein entsprechender Brief an Google-Chef Larry Page veröffentlicht.

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Die Datenschutzbestimmungen von Google finden bei EU-Datenschützern wenig Gegenliebe (Quelle: Google).

Im Brief der Artikel-29-Gruppe der europäischen Datenschutzbeauftragten wird Page aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass die Datenschutzbestimmungen bei Google innerhalb der nächsten drei bis vier Monate nachbessert werden. Auch der entsprechende Bericht „Google Privacy Policy: Main Findings and Recommendations“ ist online abrufbar.

Kritik ruft vor allem die Verknüpfung von Nutzerdaten verschiedener Google-Dienste hervor. Zu Googles Imperium zählen neben der Websuche rund 60 weitere Services, darunter das Soziale Netzwerk Google+, der E-Mail-Dienst Gmail, Google Maps, das Videoportal Youtube sowie Software-Projekte wie das Betriebssystem Android und der Browser Chrome.

Während Google den Anwendern durch die Zusammenführung eine unkompliziertere und intuitivere Nutzung seiner Dienste verspricht, sehen die EU-Datenschützer in der Verknüpfung von Nutzerdaten aus verschiedenen Services zu einem umfassenden Metaprofil einen datenschutzrechtlich nicht akzeptablen Vorgang, der gegen geltendes EU-Recht verstoße. Die Anwender würden weder um Einwilligung gebeten, noch besäßen sie die Möglichkeit, einer Zusammenführung ihrer Nutzerdaten zu widersprechen und trotzdem weiterhin die Dienste zu nutzen.

(17.10.2012/fgo)

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