19. Februar 2013 - Datenschutzbestimmungen

EU-Datenschützer drohen Google mit Sanktionen

Wenig bis nichts ist in der Sache passiert, seit Google von den europäischen Datenschutzorganisationen vor rund vier Monaten aufgefordert wurde, seine Datenschutzbestimmungen zu revidieren. Jetzt drohen die EU-Datenschützer mit Strafen.

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EU-Datenschützer wollen Google zur Nachbesserung der Datenschutzbestimmungen zwingen (Bildquelle: Google).

Die federführende französische Datenschutzaufsichtsbehörde Commission nationale de l’informatique et des libertés (CNIL) kritisiert, dass Google die Zeit verstreichen ließ, ohne auf die Empfehlungen der Artikel-29-Datenschutzgruppe mit exakten und effektiven Antworten zu reagieren.

Jetzt, so die CNIL, sei es sinnvoll, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sanktionierende Maßnahmen gegen Google koordiniere, da entsprechende Strafmaßnahmen Ländersache sind. Über die Bildung eines entsprechenden Gremiums soll am 26. Februar entschieden werden.

Google weist Kritik zurück

Kritik an den Datenschutzbestimmungen von Google war von EU-Seite vor allem geäußert worden, weil Anwender nicht feststellen könnten, welche Daten bei der Nutzung von Google-Diensten erfasst und wie diese weiterverwendet werden. Zudem würden die Datenschutzbestimmungen von Google dem Unternehmen erlauben, Daten aus seinen unterschiedlichen Services wie Google+, YouTube und GMail zusammenzuführen und gemeinsam auszuwerten

Laut „Zeit-Online“ kann Google die Kritik nicht nachvollziehen. Ein Sprecher habe erklärt, dass die Datenschutzpolitik des Unternehmens das europäische Gesetz einhalte. Zudem habe man in den vergangenen Monaten in vollem Umfang mit der französischen Behörde CNIL zusammengearbeitet.

fgo

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