10. Oktober 2012 - Vorratsdatenspeicherung

Erweiterte Erfassung von Daten bei der Domain-Registrierung rechtswidrig

Die europäischen Datenschutzbeauftragten haben deutliche Kritik an der geplanten erweiterten Datenerfassung bei der Registrierung von Domains bei der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) geübt.

Datenschutzbeauftrager und Administrator (Bild: vasabii / iStock / Thinkstock)

Hintergrund der vorgesehenen Veränderungen ist das Ansinnen der Strafverfolgungsbehörden, die die Speicherung von Informationen aus dem Registrierungsprozess erreichen wollen. Von den Strafverfolgern wird zudem gefordert, Anbieter von Domain-Namen weltweit zu verpflichten, die Informationen zu den Kunden längerfristig aufzubewahren.

In einem Brief an die ICANN wendet sich die Artikel-29-Gruppe der europäischen Datenschutzbeauftragten gegen diese Speicherung erweiterter Informationen, da diese nicht den Regelungen des europäischen Datenschutzrechts entspreche.

Besonders prekär in den Augen der Datenschützer ist dabei, dass diese Informationen nicht auf die in der Whois-Datenbank angezeigten Daten beschränkt sein sollen. Gespeichert werden sollen zum Beispiel auch Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Daten zu den Bezahlwegen wie etwa zu eingesetzten Kreditkarten sowie Informationen aus den Log-Dateien mit IP-Adressen und HTTP-Headern. Zudem sollen Registrare die gespeicherten Kontaktdaten jährlich überprüfen.

(10.10.2012/fgo)

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