4. November 2014 - Soziale Netzwerke

Erst gepostet, dann bereut

Jeder dritte Jugendliche in Deutschland hat in einer aktuellen Umfrage zugegeben, dass er eigene Veröffentlichungen in Foren und sozialen Netzwerken zu einem späteren Zeitpunkt gern wieder entfernt hätte.

2014-11-04_jugend-online-posts Ein Großteil der Jugendlichen offenbart bedenkenlos Vieles von sich in öffentlichen Foren (Bild: AVG)

Research Now hat im Auftrag von AVG Jugendliche zu den Themen Online-Privatsphäre und -Verhalten befragt, und 4.000 Teenager im Alter zwischen elf und 16 Jahren haben geantwortet. Dabei gab ein Drittel der Befragten an, dass sie auf manche gepostete Beiträge in Online-Foren und sozialen Netzwerken besser verzichtet hätte.

Das Gros davon, nämlich 32 Prozent der Gesamtzahl der Befragten, wurden aktiv und hat Dritte darum gebeten, gepostete Inhalte, die sie direkt betreffen, wieder zu entfernen. 19 Prozent der Jugendlichen haben Fremde gebeten, solche Posts zu löschen; sieben Prozent richteten ihre Bitte sogar an die eigene Mutter.

Hauptgründe für die Löschbitte waren für 47 Prozent der Befragten die Erkenntnis, dass der Post nicht mehr gefalle oder er zu persönlich sei. Dennoch wird dieses offenherzige Verhalten offensichtlich nicht als Fehler empfunden: Insgesamt gaben nur acht Prozent der jungen Leute an, dass sie online zu viele Informationen über sich selbst verbreiten.

Insgesamt ist das Wissen um den Datenschutz und den möglichen Missbrauch sensibler Daten nicht allzu ausgeprägt: Obwohl 79 Prozent der Jugendlichen in Deutschland ihre Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook so angepasst haben, dass andere sie nicht so leicht finden können, verstehen laut Studienergebnissen nur 57 Prozent überhaupt, was Online-Privatsphäre bedeutet. Hinzu kommt, dass nur 13 Prozent der deutschen Teenager alle ihre Facebook-Kontakte auch wirklich persönlich kennen.

fgo

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