2. März 2015 - Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

Erneute Abmahnung für Facebook

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht bei Facebook zahlreiche Rechtsverstöße und hat das Unternehmen am 23. Februar 2015 zum wiederholten Male abgemahnt.

Das Geschäftsmodell von Facebook Das Geschäftsmodell von Facebook (Bild: vzbv).

Der vzbv als Dachorganisation von 41 deutschen Verbraucherverbänden hat gegen Facebook ein Unterlassungsverfahren wegen zahlreicher Rechtsverstöße eingeleitet und das Unternehmen abgemahnt. Facebook habe nun bis zum 16. März 2015 Zeit, auf diese Abmahnung zu reagieren.

Kritik an Datenschutz-Richtlinien und Nutzungsbedingungen

Insbesondere übt der vzbv Kritik an den zum 30. Januar 2015 geänderten Datenschutz-Richtlinien und Nutzungsbedingungen des sozialen Netzwerks. Vor allem seien die Bestimmungen in der Datenschutz-Richtlinie intransparent. Für den Verbraucher erschließe sich nicht auf den ersten Blick, wann welche Daten für welche Zwecke verwendet werden.

Insgesamt sind 19 Klauseln aus Sicht des vzbv rechtswidrig – etwa die Klarnamenpflicht  oder fehlende Einwilligungen in die Datenverwendung personenbezogener Daten in Verbindung mit Werbung. Besonders problematisch bewertet der vzbv die Voreinstellungen im Zusammenhang mit der Privatsphäre, Markierungen und Werbeanzeigen, die nicht datenschutzfreundlich sind.

„Nutzerinnen und Nutzer zahlen kein Geld für Facebook. Aber Facebook verdient Milliarden Dollar pro Jahr, indem es sämtliche Daten der Nutzer auswertet und diese in Form von personalisierten Werbeplätzen an werbetreibende Unternehmen verkauft“, so Klaus Müller, Vorstand des vzbv. „Persönliche Daten werden damit zur Facebook-Währung, auf der das Geschäftsmodell basiert.“ In diesem Kontext sei die Aussage auf der Startseite „Facebook ist und bleibt kostenlos“ irreführend. Verbrauchern sollte klar werden, dass es sich bei ihren Daten um ein kostbares und eigentlich unbezahlbares Gut handele.

fgo

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