7. April 2015 - Arbeitnehmerdatenschutz

Empfehlungen zu Datenschutz am Arbeitsplatz

Der Rat der Europäischen Union hat einige Empfehlungen für den Arbeitnehmerdatenschutz in den EU-Mitgliedstaaten vorgelegt. Unter anderem fordert er Webfilter statt Kontrollen.

EU empfiehlt mehr Arbeitnehmerdatenschutz Der Rat der EU will das Recht von Mitarbeitern auf den Schutz ihrer persönlichen Daten stärken (Bild: ArtemSam/iStock/Thinkstock)

Der Arbeitnehmerdatenschutz als Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und insbesondere des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung von Arbeitnehmern ist Thema einer aktuell veröffentlichten Empfehlung des Rates der Europäischen Union. Diese Empfehlung, deren Umsetzung nicht bindend ist, soll den gesetzgebenden Gremien der Mitgliedstaaten eine Orientierungshilfe bei der Gestaltung regulativer Vorgaben geben.

Keine Überwachung privater Internet- und E-Mail-Nutzung am Arbeitsplatz

Der EU-Rat legt, ohne einen konkreten Rahmen zu definieren, den öffentlichen und privaten Arbeitgebern nahe, auf die Sammlung umfangreicher Daten zu ihren Mitarbeitern zu verzichten, was durch entsprechende Gesetze geregelt werden sollte. Eine Überwachung privater E-Mail-Korrespondenz, die vom Arbeitsplatz aus geführt wird, dürfe nicht erfolgen.

Ebenso sei es nicht statthaft, wenn der Arbeitgeber die Besuche von Webseiten durch seine Mitarbeiter protokolliere. Statt zu kontrollieren, sollten Arbeitgeber Seitenfilter einsetzen, um das Aufrufen der für sie unliebsamen Webseiten zu verhindern. Ausdrücklich fordert der Europarat zudem einen umfassenden Schutz von Bewerbungs- und Gesundheitsdaten sowie von Informationen, die über biometrische Zugangskontrollsysteme erhoben werden.

fgo

 

Sie glauben, Sie hätten noch so viel Zeit? Falsch! Es gibt mehr zu tun, als Sie vielleicht denken! ▶ Zeit zu handeln