9. Dezember 2014 - Vodafone

EasyBox-Router: Das Einfallstor ist wieder weit offen

Anwender, die EasyBox-Router des Telekommunikationsanbieters Vodafone einsetzen, sind erneut dem verstärkten Risiko erfolgreicher Hackerangriffe ausgesetzt.

Router von Vodafone können erneut ins Visier von Hackern geraten (Bild: Vodafone) Router von Vodafone können erneut ins Visier von Hackern geraten (Bild: Vodafone)

Bereits im letzten Jahr wurden Sicherheitsprobleme mit den älteren EasyBox-Routern von Vodafone bekannt. Diese sollten durch ein Firmware-Update behoben sein. Laut Heise Security ist dem aber nicht so. Betroffen sind die Easy-Box-Modelle der Reihen 300, 400, 600 und 800 mit einem Herstellungsdatum vor dem September 2011.

Demnach sei Vodafone zwar die im Herbst letzten Jahres bekannt gewordene Lücke mit einem Firmware-Update angegangen, das die damals kursierenden Angriffsalgorithmen auch erfolgreich abblockte. Mittlerweile aber sei der Angriffscode angepasst worden, so dass Hacker wieder in der Lage sind, sich erfolgreich und ohne entsprechende Legitimation in Heimnetzwerke einzuklinken. Dort wiederum könnten sie beispielsweise sensible Daten kopieren oder auch Online-Sitzungen der Anwender belauschen.

Man habe Vodafone bereits vor mehr als acht Monaten über diese neuerliche Angriffsmethode informiert und dem Unternehmen auch den modifizierten Angriffscode zum Nachvollziehen der Lücke zur Verfügung gestellt. Bislang findet sich bei Vodafone allerdings lediglich ein Sicherheitshinweis mit Stand August 2013.

Heise geht davon aus, dass Hunderttausende von Heimnetzwerken betroffen sind, und rät Anwendern, die eines der betroffenen Geräte einsetzen, selbst tätig zu werden. Um ein Gerät zu schützen, solle man sowohl das WPA-Passwort als auch die WPS-PIN ändern.

fgo

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