26. September 2014 - Aktuelle Studie

E-Government: Datenschutz geht vor Bequemlichkeit

Laut einer Untersuchung zur aktuellen E-Government-Situation in Deutschland sind Datensicherheitsbedenken ein entscheidendes Hindernis für die Nutzung von Online-Behördendiensten.

Eine Studie beleuchtet die Akzeptanz von Online-Behördendiensten (Bild: Initiative D21/ipima) Eine Studie beleuchtet die Akzeptanz von Online-Behördendiensten (Bild: Initiative D21/ipima)

Für die Studie eGovernment MONITOR 2014, die von der Initiative D21 und ipima beauftragt und von TNS Infratest durchgeführt wurde, stellten sich rund 1.000 Bürger in Deutschland den Fragen zur Nutzung des Internets durch Behörden und öffentliche Einrichtungen. Zum Vergleich wurden die Interviews auch in Österreich, der Schweiz und Schweden durchgeführt.

Die wichtigsten Aspekte bei der E‑Government‑Nutzung sind für Deutsche und Österreicher Datenschutz und Datensicherheit. Die Wahrnehmung von Mängeln in diesem Bereich ist für 66 Prozent der Deutschen und 61 Prozent der Österreicher ein entscheidendes Hindernis, das eine höhere Akzeptanz von Online-Behördendiensten verhindert. Schweizer (45 Prozent) und Schweden (32 Prozent) sind hier weniger misstrauisch beziehungsweise eher bereit, für mehr Bequemlichkeit dem Schutz persönlicher Daten weniger Bedeutung beizumessen.

Grundsätzlich zieht die Studie für das E-Government hierzulande eine durchwachsene Bilanz. So wird nach Aussagen der Befragten zwar durchschnittlich mittlerweile knapp jeder zweite Behördenkontakt online erledigt, zufrieden mit dem E-Government-Angebot in Deutschland sind aber nur 52 Prozent. Kritikpunkte sind unter anderem das nicht ausreichende Angebot (49 Prozent) und zu wenig Informationen über bestehende digitale Services der Behörden (76 Prozent).

fgo

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