17. November 2014 - Verbindliche Datenschutzregeln fehlen

E-Commerce: Datenschutz oft kein Standard

Immer mehr kleinere E-Commerce-Händler geraten in den Fokus von Cyber-Kriminellen, was die Händler allerdings häufig ignorieren. Daher besteht dringender Handlungsbedarf bei Datenschutz und Datensicherheit.

Online-Händler vernachlässigen häufig die Informationssicherheit (Bild: ibi research) Online-Händler vernachlässigen häufig die Informationssicherheit (Bild: ibi research)

So existieren nur etwa in rund der Hälfte der Firmen verbindliche Anweisungen zu den Themen Informationssicherheit und Datenschutz. Das ergab die Studie „Informationssicherheit im E-Commerce 2014“, durchgeführt von ibi research an der Universität Regensburg GmbH.

Dieses Ergebnis steht im Gegensatz zur Aussage der Befragten, die die Informationssicherheit zu 45,4 Prozent als „wichtiges Thema für die Geschäftsführung“ bezeichneten und zu 19,3 Prozent der Meinung waren, es handele sich dabei sogar um ein „Top-Thema“. Auf der anderen Seite äußerten sich mehr als 20 Prozent der an der Umfrage beteiligten E-Commerce-Händler dahingehend, dass Informationssicherheit für sie nur „im Rahmen der gesetzliche Pflichten eine Rolle“ spiele.

Auf Fragen nach bereits erfolgten Angriffen gaben 19,7 Prozent der Betreiber von Online-Shops an, erfolgreiche Hackerangriffe verzeichnet zu haben. 18,8 Prozent der befragten Unternehmen wurden schon erpresst, bei 19 Prozent wurden sensible Kundendaten gestohlen.

Trotzdem vernachlässigen gerade kleine Firmen die Analyse des Schutzbedarfs, knapp die Hälfte hat bislang gänzlich darauf verzichtet. Besser aufgestellt zeigen sich mittlere und große E-Commerce-Händler, bei denen knapp 60 Prozent eine entsprechende Dokumentation erstellt haben. Im Schnitt schulen jedoch nur 44 Prozent der Online-Händler ihre Mitarbeiter in puncto Datenschutz.

fgo

Sie glauben, Sie hätten noch so viel Zeit? Falsch! Es gibt mehr zu tun, als Sie vielleicht denken! ▶ Zeit zu handeln