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9. Januar 2018 - DSGVO

So setzen Sie die DSGVO in der Digitalen Wirtschaft um

Gerade die Digitalwirtschaft ist durch die neuen Vorschriften der DSGVO verunsichert. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) unterstützt interessierte Unternehmen mit einem neuen Praxisleitfaden.

BVDW veröffentlicht Leitfaden zur DSGVO in der Digitalbranche Der Bundesverband Digitale Wirtschaft veröffentlicht einen Leitfaden zur Umsetzung der DSGVO in der Digitalbranche (Bild: Olivier Le Moal / iStock / Thinkstock)

Sie alle sind gleichermaßen stark von den Neuerungen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung betroffen:

  • Betreiber von Online-Shops
  • Vermarkter von digitaler Werbung
  • Anbieter von Newslettersystemen

Dass es gerade in diesem Segment der Wirtschaft zu einiger Unsicherheit darüber kommen kann, wie die neue Verordnung umzusetzen ist, überrascht kaum.

Einerseits arbeiten Unternehmen in dieser Branche durchweg mit sehr vielen personenbezogenen Daten, zum anderen sind eine Reihe unterschiedlicher IT-Systeme miteinander vernetzt.

Brennpunkt: Personenbezogene Daten

Nicht zuletzt gehört das Sammeln von Informationen über die Kunden und Nutzer zum Geschäftsmodell. Das gilt für die Werbewirtschaft und den Handel gleichermaßen:

  • Werbevermarkter benötigen aus ihrer Sicht viele Daten über den Nutzer, um möglichst zielgerichtete Werbung anzeigen zu können.
  • Die Betreiber von Online-Shops wollen Produkte anbieten, die optimal den Bedürfnissen von Besuchern und Kunden entsprechen.

Leitfaden beantwortet grundlegende Fragen

Auf rund 130 Seiten will der BVDW nun die wichtigsten Fragen rund um die DSGVO aus Sicht der Digitalbranche beantworten.

Das Buch ist für Mitglieder des Verbands kostenlos, steht Interessierten aber auch in gedruckter und elektronischer Form zum Kauf zur Verfügung.

Inhalte der Publikation

Der erste Teil des Buchs widmet sich den Grundlagen der Datenschutz-Grundverordnung. Welche Regelungsziele gab es bei der Ausarbeitung? Welche räumliche Geltung ist zu beachten?

Danach schließt sich ein Kapitel an, das die wichtigsten Begriffe ausführlich erläutert. Hier beantwortet der Verband beispielsweise Fragen,

  • was eigentlich personenbezogene Daten sind,
  • wodurch eine natürlich Person charakterisiert ist und
  • was es mit der Einwilligung der betroffenen Person auf sich hat.

Untersucht werden auch Spezialfälle, wie etwa der Weiterbestand einer bereits erteilten Einwilligung und die Behandlung der Einwilligung minderjähriger Personen.

Spezialisiert auf digitale Wirtschaft

Der Hauptteil des Leitfadens widmet sich dann Fragestellungen, die in anderen Unternehmen eher eine geringere Bedeutung haben.

Dazu zählen das Tracking und Profiling, aber auch das so genannte Targeting. In dessen Rahmen werden Nutzer beim Bewegen durch das Internet gekennzeichnet. Anhand der besuchten Seiten und beobachteten Angebote wird personalisierte Werbung ausgespielt.

Danach stehen wieder Aspekte im Fokus, die auch für Firmen interessant sind, deren Geschäftsmodell nicht in erster Linie digital ist. Exemplarisch seien die Rechte der Betroffenen und organisatorische Anforderungen genannt.

Checklisten zur Umsetzung

Am Ende des Buches bieten die Autoren eine Reihe von Checklisten an. Diese fassen die wichtigsten Aufgaben zusammen, die bis Mai 2018 erledigt sein müssen.

Das Buch ist im Shop des BVDW zu bestellen. Eine Leseprobe steht online zur Verfügung.

Stephan Lamprecht