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23. Mai 2019 - Cloud-Computing

DSGVO-Compliance: Adobe hat Cloud-Tools prüfen lassen

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Adobe hat sich eine marktführende Position bei Cloud-Lösungen für die der Kreativbranche erarbeitet. Da spielen Datenschutz und Datensicherheit eine große Rolle. Das Unternehmen verkündet jetzt die Validierung seiner Dienste unter Berücksichtigung der DSGVO.

Die Cloud-Angebote von Adobe gehen mit der Datenschutz-Grundverordnung konform (Bild: ipopba / iStock / GettyImagesPlus) Die Cloud-Angebote von Adobe gehen mit der Datenschutz-Grundverordnung konform (Bild: ipopba / iStock / GettyImagesPlus)

Gerade die Marketinglösungen von Adobe, die sogenannten „Experience Cloud“, erarbeiten regelmäßig personenbezogene Daten und Informationen. Die Softwarelösung bietet Optionen zum Targeting von Werbeanzeigen, aber auch zur Produktion individualisierter Inhalte für die Kunden eines Unternehmens.

Damit stellt sich die Frage nach dem Schutz der in der Cloud verarbeiteten Daten. Letztlich würden Probleme mit dem Datenschutz zu Lasten des Werbetreibenden gehen, der seine Maßnahmen mit der Lösung von Adobe umsetzt.

Trustarc prüft erfolgreich Experience Cloud

Adobe geht auf das Bedürfnis nach Compliance zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ein, indem es seine Lösungen durch das unabhängige Unternehmen Trustarc prüfen ließ. Dies teilte das Unternehmen in einem Blogbeitrag mit.

Demnach überprüfte Trustarc die drei verschiedenen Cloud-Angebote

  • Adobe Marketing Cloud,
  • Advertising Cloud und
  • Analytics Cloud

und bescheinigte die Konformität der Anwendungen zur DSGVO.

So bezeichnet sich Adobe selbst als „erstes großes Unternehmen im Bereich Digital Experience“, das ein solches Prüfsiegel erhalten hat.

Tools von Adobe für DSGVO-Compliance

Das Unternehmen betont in seinem Blogbeitrag, dass ein starkes Datenschutz-Management entscheidend sei, um das Vertrauen von Kunden zu gewinnen und zu fördern.

Deswegen bietet Adobe für seine Unternehmenskunden im Rahmen der Cloud-Lösungen Tools an, um im Bereich der Online-Werbung und Contentproduktion auf die Anforderungen von Endkunden zu reagieren.

Dazu gehört eine speziell geschaffene API (Programmierschnittstelle) sowie dazu passend ein sogenanntes Tag, das in Formulare, Shops und andere Webseiten eingebunden werden kann.

Im Zusammenspiel ermöglichen beide Elemente den Betreibern, einfacher auf die Präferenzen oder Lösch-Anforderungen von Konsumenten zu reagieren.

Das zeitnahe Reagieren auf solche Nutzeranfragen dürfte nicht nur aus wettbewerbsrechtlichen Gründen in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Um sich juristisch nicht angreifbar zu machen, muss das Tracking oder die Zusendung von Inhalten möglichst zeitnah zum entsprechenden Wunsch des Betroffenen unterbunden werden.

Gleichzeitig weisen alle technischen Bestrebungen im digitalen Marketing immer stärker in Richtung künstlicher Intelligenz und Automation.

Offenbar hat Adobe dies erkannt und versucht, den Ansatz in seinen Lösungen umzusetzen.

Stephan Lamprecht