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10. Juli 2018 - Hilfe zur Datenschutz-Grundverordnung

DSGVO: BayLDA richtet Hotline für Vereine ein

Gerade in Vereinen und bei ehrenamtlich Tätigen hat die Berichterstattung zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für viel Verunsicherung gesorgt. Darauf reagiert jetzt das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) mit einem besonderen Angebot.

Ein neuer Service: DSGVO-Hotline für Vereine Neu: Datenschutzberatung per Telefon und E-Mail (Quelle: BayLDA)

BayLDA bietet telefonische Unterstützung

Seit Montag, 9. Juli 2018, hat das BayLDA eine Telefon-Hotline eingerichtet, um den Vereinen und ehrenamtlich Tätigen in Bayern eine schnelle und unkomplizierte Hilfestellung bei der Anwendung des neuen Datenschutzrechts zu geben.

Ratsuchende können sich Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 19 Uhr unter der Telefonnummer 0981-53-1810 an die Mitarbeiter des Amts wenden.

Über die Hotline werden Standardfragen beantwortet. Das BayLDA plant, zweimal in der Woche die 10 am häufigsten gestellten Fragen und deren Antworten auf der Homepage (www.lda.bayern.de) zu veröffentlichen. So wird nach und nach eine Wissensdatenbank rund um das Thema DSGVO in den Vereinen wachsen.

Fragen, die weder die Hotline, noch die umfangreichen Informationen auf der Homepage des BayLDA beantworten können, können die Anfragenden über ein zusätzliches E-Mail-Angebot unter vereine@lda.bayern.de stellen.

Das Amt betont, dass es ihm in erster Linie darum geht, die Vereine bei der Umsetzung der DSGVO zu unterstützen, nicht um die Sanktionierung.

Mit Strafen müssten generell nur Organisationen rechnen, die sich überhaupt nicht um das Thema Datenschutz kümmern.

Hintergrund

Die breite Berichterstattung über die Datenschutz-Grundverordnung vor allem in Publikumsmedien hatte häufig weniger die Einordnung im Blick, sondern stellte mehr die drohenden empfindlichen Geldbußen in den Vordergrund.

Deutschland ist ein Land der Vereine – und die leben vom Engagement ihrer ehrenamtlichen Helfer. Wer sich neben dem Beruf in einem Verein engagiert, tut dies in der knapp bemessenen Freizeit. Wenig verwunderlich, dass gerade die Personen verunsichert sind, die wenig Zeit haben, sich umfassend in neue Thematiken einzuarbeiten, und zudem juristische Laien sind.

Viele offene Fragen in den Vereinen

Gerade in Vereinen ist Verunsicherung deutlich spürbar, wie viele Berichte in lokalen Medien immer wieder zeigen:

  • Was ist jetzt bei der Verwaltung der Mitgliederdaten zu beachten?
  • Dürfen Mitglieder überhaupt noch per E-Mail angeschrieben werden?
  • Wie sieht es mit Fotos von Veranstaltungen der Vereine aus?

Nicht wenige Vereinsverantwortliche haben Angst, dass sie sich nun überwiegend mit bürokratischen Dingen beschäftigen müssen, statt sich um den Sport, die Kultur oder die Gesundheit zu kümmern.

Und natürlich haben sie auch Angst, einen Fehler zu machen, der viel Geld kosten kann. Dem will das Bayerische Landesamt nun entgegenwirken.

 

Stephan Lamprecht