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5. April 2018 - Online-Datenschutz

DSGVO: Apple passt Privatsphären-Einstellungen an

Wie alle Anbieter arbeitet auch Apple an der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). So soll es für die Nutzer einfacher werden, sich über alle Daten zu informieren, die Apple von ihnen gespeichert hat.

Apple setzt Datenschutz-Grundverordnung um Auch Apple schafft neue Funktionen, um die DSGVO umzusetzen (Bild: iStock.com / PeskyMonkey)

Damit die Nutzer von Apples Betriebssystemen und Geräten leichter die Kontrolle über ihre Daten ausüben können, setzt das Unternehmen an mehreren Stellen an:

  • Zum einen überarbeitet Apple das Betriebssystem.
  • Zum anderen schafft es neue Funktionen rund um die „Apple ID“.

Neuerung in iOS bereits ausgerollt

Anwender des neuen iOS 11.3 sollen datenschutzrelevante Informationen schneller erkennen. Nach dem Update des Systems führt ein kurzer Dialog in die Neuerung ein und erklärt das in Zukunft verwendete Symbol genauer. Es zeigt zwei stilisierte Personen beim Handschlag.

Das Icon wird immer dann erscheinen, wenn ein Systemdienst erstmals personenbezogene Informationen abruft. Über einen Link stehen dann weiterführende Informationen zur Verfügung. Sie erklären, welche Daten der Dienst erfasst und warum das geschieht.

Damit setzt Apple seinen Weg zu mehr Datenschutz und Privatsphäre der Nutzer fort. So müssen beispielsweise Apps, die in den offiziellen App-Store aufgenommen werden, auch ohne ständigen Zugriff auf Ortsinformationen funktionieren. Andernfalls erteilt Apple keine Freigabe.

Neues Portal für personenbezogene Daten erwartet

Wie das Wirtschaftsmagazin Bloomberg berichtet, überarbeitet Apple auch sein Portal, mit dem Nutzer das hauseigene Benutzerkonto „Apple ID“ verwalten können.

Ein solches Konto ist nötig, um Apple-Angebote zu nutzen, etwa um Software zu kaufen und zu installieren, Filme auszuleihen oder Dokumente in der Cloud zu speichern.

Über den genauen Mechanismus der Funktion ist derzeit noch nichts bekannt. Ab Mai sollen Anwender aber in der Lage sein, alle Informatione, die Apple über sie bei iCloud speichert, in Form einer CSV-Datei herunterzuladen. Damit setzt Apple die Forderung der DSGVO nach Datenportabilität um.

Nutzer sollen darüber auch die gespeicherten Inhalte löschen und das Benutzerkonto vorübergehend deaktivieren können.

Eine spätere Reaktivierung wird demnach nur mittels eines gesonderten Codes möglich sein, den Apple an eine separate E-Mail-Adresse verschickt.

Stephan Lamprecht