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DSGVO: Auf eine Flut von Auskunftsersuchen vorbereiten!

Ein wichtiges Ziel der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) liegt darin, den Verbrauchern mehr Kontrolle über ihre Daten zu geben. Und wie eine aktuelle Untersuchung zeigt, werden die Konsumenten diese Rechte nutzen.

Mit der DSGVO müssen Unternehmen spätestens ab Mai in der Lage sein, die Auskunftsersuchen [1] betroffener Personen umfassend zu beantworten.

Schon bisher sieht das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ein Auskunftsrecht vor. Die DSGVO weitet dieses Recht allerdings noch aus.

Das ist nach wie vor in vielen Firmen ein Problem. Durch siloartige Strukturen in der IT-Landschaft können sich personenbezogene Informationen in einer Reihe von Systemen verbergen. Eine umfassende Auskunft wird damit schwierig.

Eine Studie des Unternehmens Pegasystems zeigt aber, dass sich die Verantwortlichen besser auf eine große Anzahl von Anfragen einstellen sollten.

80 Prozent der Verbraucher wollen Einsicht verlangen

Für die Studie befragte Pegasystems 7.000 Verbraucher in sieben europäischen Staaten, darunter 1.188 in Deutschland.

Das Bewusstsein in der Bevölkerung rund um das Thema Datenschutz und Datensicherheit [2] ist also gewachsen.

Entsprechende Aufmerksamkeit sollten Unternehmen den Prozessen widmen, wie sie Auskünfte erteilen und Anfragen der Betroffenen umsetzen.

Ca. 90 Prozent würden ggf. Geschäftsbeziehung beenden

Was würden Sie tun, wenn ein Unternehmen persönliche Daten in einer Weise nutzt, mit der sie nicht einverstanden sind?

Die Antwort der Teilnehmer auf diese Frage unterstreicht die gestiegene Bedeutung des Datenschutzes.

Denn 89 Prozent der Befragten würden die Geschäftsverbindung mit einem Unternehmen in diesem Fall beenden. 93 Prozent würden das Recht zur Datenlöschung [3] in Anspruch nehmen.

Unkritische Daten

Die Studie zeigt, dass die Konsumenten sich der Wichtigkeit von bestimmten Daten bewusst sind. So bat Pegasystems die Verbraucher um die Einschätzung, inwieweit sie die Speicherung bestimmter Informationen akzeptabel finden.

Als unkritisch, mit einer Zustimmungsrate von wenigstens 42 Prozent, sehen die Befragten demnach folgende Daten an:

Problematische Informationen

Doch bereits bei der Telefonnummer sinkt die Zustimmung deutlich (29 Prozent) und ist beim Einkommen mit 11 Prozent auf einem signifikant tiefen Wert.

Gerade Angaben, die für das Marketing von besonderem Interesse sind, stoßen auf die größte Ablehnung.

Als kritisch sind demnach diese Informationen zu sehen, die eine maximale Akzeptanz von 11 Prozent erzielt haben:

Die Studie können Sie  kostenlos als E-Book gegen Registrierung [4] abrufen.

Stephan Lamprecht