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14. Juli 2020 - Corona & Digitalisierung

Digitalisierungsschub durch Corona: Wie geht es weiter?

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Digitalisierung ist ein erklärter Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Die Bundesregierung will sich in den nächsten sechs Monaten für mehr Sicherheit stark machen.

Stärkeres, gerechteres und nachhaltigeres Europa durch Digitalisierung. Sichere Dateninfrastruktur als neues Ziele der EU-Ratspräsidentschaft (Bild: iBrave / iStock / Getty Images Plus)

Am 1. Juli hat Deutschland für ein halbes Jahr den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen.

„Gemeinsam. Europa wieder stark machen.“

Unter dem Motto „Gemeinsam. Europa wieder stark machen.“ stellt die Bundesregierung die Bewältigung der Corona-Pandemie und die Beantwortung aktueller Zukunftsfragen in den Mittelpunkt ihrer Präsidentschaft.

Europa soll stärker, gerechter und nachhaltiger werden. Dazu gehört auch die Digitalisierung.

Europäische Dateninfrastruktur

Schon Mitte Juni formulierte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung Ziele für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft.

Neben den Top-Themen Corona und Klimaschutz nannte sie auch den Aufbau einer sicheren und vertrauenswürdigen europäischen Dateninfrastruktur. Europa müsse technologisch und digital souverän werden, sagte die Kanzlerin.

Digitalisierungs-Schub

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützt die Bundesregierung bei dieser Strategie.

„Durch die Corona-Pandemie hat es in Deutschland und anderen Ländern in Europa einen erheblichen Schub der Digitalisierung gegeben“, sagt Arne Schönbohm, Präsident des BSI.

„Gleichzeitig wurde schnell sichtbar, wie wichtig funktionierende und sichere IT-Systeme für die Aufrechterhaltung vieler Lebens- und Arbeitsbereiche sind.“

Es gelte nun, diesen Digitalisierungsschub nachhaltig auszubauen und dabei die Informationssicherheit als notwendigen Erfolgsfaktor von Beginn an zu verankern.

Europaweite Zusammenarbeit

Das BSI will während der deutschen Ratspräsidentschaft Akzente setzen und – gemeinsam mit den europäischen Partnern – die Cyber-Sicherheit erfolgreich gestalten.

Der BSI-Präsident betont: „Cyber-Angriffe machen nicht an Landesgrenzen halt, daher müssen wir auch länderübergreifende Maßnahmen der Prävention, Detektion und Reaktion dagegensetzen.“

Informationssicherheit stärken

Auch für eine Stärkung der Informationssicherheit auf EU-Ebene setzt sich das BSI im Verlauf der Ratspräsidentschaft ein. Die Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes will

  • das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) dabei unterstützen, einheitliche Mindestanforderungen im Bereich der IT-Sicherheit für alle Geräte auf dem europäischen Markt voranzutreiben,
  • die Entwicklung von einheitlichen Mindestsicherheitsstandards im Zertifizierungsrahmen des Europäischen Rechtsakts zur Cyber-Sicherheit (Cybersecurity Act) aktiv begleiten,
  • sich in Gesprächen zur Verankerung moderner Sicherheitstechnologien für Identifizierung und Authentisierung engagieren.

Mehr Informationen:

Elke Zapf