25. Januar 2013 - Zuständigkeiten beim Datenschutz

Die Sicherheit persönlicher Daten als Privatsache

Verbraucher sehen die Verantwortung für den Schutz ihrer persönlichen Daten überwiegend bei sich selbst. Nur eine Minderheit ist der Meinung, dass der Gesetzgeber für den Schutz der privaten Informationen zuständig ist.

die-sicherheit-personlicher-daten-als-privatsache.jpeg
Mehr als die Hälfte der Befragten lesen Datenschutzhinweise nie oder nur manchmal (Quelle: TNS Emnid).

Die aktuelle Verbraucherstudie Datenschutz und Datensicherheit der TNS Emnid Medien- und Sozialforschung, bei der im Dezember 2012 mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren telefonisch befragt wurden, zeigt auf, welche Verantwortlichkeiten von Anwendern im privaten Bereich in Sachen Datenschutz gesehen werden.

Demnach ist der Großteil der deutschen Bevölkerung (70 Prozent) davon überzeugt, dass der Schutz persönlicher Daten der Eigenverantwortung unterliegt. Nur 17 Prozent sind der Meinung, dass der Gesetzgeber für den Schutz persönlicher Daten zuständig ist. Es folgen die Anbieter, die die Daten abfragen (sieben Prozent), Datenschutzbehörden (drei Prozent) und Verbraucherschutzstellen (zwei Prozent).

Wenig Vertrauen in soziale Netzwerke

Bedenken bei der Herausgabe persönlicher Daten haben Verbraucher laut der Studienergebnisse insbesondere bei Gewinnspielen (82 Prozent) und sozialen Netzwerken (78 Prozent). Mehr Vertrauen genießen dagegen Krankenkassen und Versicherer sowie Banken.

Die eigene Bankverbindung hingegen wird von den Bundesbürgern nur ungern herausgegeben: 83 Prozent der Befragten äußern hier ihre Bedenken. Kritisch gesehen werden auch persönliche Fotos (77 Prozent), die sogar noch vor Krankenblättern bzw. der persönlichen Krankengeschichte (73 Prozent) rangieren. Weniger sensibel werden hingegen Vor- und Nachname, die Angabe des Geburtsdatums sowie Einkaufsdaten erachtet.

(25.01.2013/fgo)

Sie glauben, Sie hätten noch so viel Zeit? Falsch! Es gibt mehr zu tun, als Sie vielleicht denken! ▶ Zeit zu handeln