30. Oktober 2012 - Soziale Netzwerke

Die meisten jungen Menschen achten auf Datenschutz

Der Großteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen geht bei der Nutzung der Sozialen Netzwerkplattformen wie Facebook durchaus verantwortungsbewusst mit den eigenen Daten um. Bei vielen jüngeren Anwendern fehlt allerdings noch die Kompetenz oder das Bewusstsein dafür, die Privatsphäre-Optionen restriktiv zu nutzen.

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Studie "Digitale Privatsphäre: Heranwachsende und Datenschutz auf Sozialen Netzwerkplattformen" (Quelle LfM NRW).

Zu diesen Ergebnissen kommen die Herausgeber der Studie „Digitale Privatsphäre:  Heranwachsende und Datenschutz auf Sozialen Netzwerkplattformen“ der Landesanstalt für Medien NRW, die in einer Kurzzusammenfassung (PDF, 12 Seiten) sowie in einer Manuskriptzusammenfassung (PDF, 80 Seiten) online verfügbar ist. Für die Studie wurde das Verhalten von mehr als 1.300 Nutzern im Alter von zwölf bis 24 Jahren im Social Web analysiert.

Zwar habe laut Befragung die überwiegende Mehrheit der zwölf- bis 24-jährigen Nutzer restriktive Datenschutzeinstellungen, aber jeder siebte verwendet recht offene Einstellungen, hat einen hohen Anteil an unbekannten Kontakten und zeigt zugleich ein aktives Kommunikationsverhalten im Netz. Zudem sei die Bereitschaft, freizügige Fotos, Infos über Stress mit den Eltern oder über Zoff in der Clique online zu veröffentlichen bei Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren ausgeprägter als bei anderen Altersgruppen.

Recht locker scheint auch der Umgang mit Urheber- und Persönlichkeitsrechten gehandhabt zu werden. So habe rund die Hälfte der zwölf- bis 14-jährigen Nutzer bereits Inhalte online gestellt, an denen sie kein Urheberrecht besaßen. Die Studie verweist noch auf ein zusätzliches Problem. Dies betrifft den Umgang mit den personenbezogenen Daten Anderer: Mehr als ein Drittel der Zwölf- bis 24-Jährigen (38 Prozent) berichtet davon, dass bereits Inhalte wie etwa Fotos, mit denen sie nicht einverstanden waren, ohne ihre Zustimmung ins Netz gestellt wurden. Besonders bemerkenswert ist: Es existiert umgekehrt eine Praxis, in der es normal ist, die Daten Dritter ohne deren vorherige ausdrückliche Erlaubnis hochzuladen. Zwei von fünf Nutzern (39 Prozent) finden es in Ordnung, Inhalte ins Internet zu stellen, ohne dies mit den Betroffenen abzuklären.

(30.10.2012/fgo)

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