11. August 2013 - Wirtschaftsspionage

Die Angst vor Industriespionen wächst

Eine deutliche Mehrheit der Hamburger Unternehmen sieht sich durch Konkurrenzausspähung gefährdet.

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Viele Hamburger Unternehmen befürchten allzu neugierige Konkurrenten (Bildquelle: Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg).

Rund 70 Prozent der Unternehmen in der Hansestadt an der Elbe nehmen eine mögliche Ausspähung durch Konkurrenten als ernstzunehmende Bedrohung war. Das ergab die Wirtschaftsschutzumfrage 2012 des Hamburger Landesamtes für Verfassungsschutz, deren Auswertung jetzt veröffentlicht wurde. Damit ist dieser Wert im Vergleich zu dem Ergebnis einer ähnlichen Untersuchung im Jahr 2009 deutlich gestiegen: Damals lag er bei 57,6 Prozent.

Die Sorge vor einem Angriff mittels IT und Telekommunikation hat sich mit der vielseitigen Einsetzbarkeit von mobilen Endgeräten (Laptops, Smartphones, Tablets) erhöht. 56 Prozent (2009: 47,1 Prozent) der Befragten sehen hier Angriffspotenziale. Der Studienersteller sieht dies vor allem dadurch begründet, dass viele IT-Endgeräte Schwachstellen aufweisen und deshalb für Angriffe besonders anfällig seien.

Die Annahme der Gefahr, dass ausländische Nachrichtendienste gezielt Hamburger Unternehmen angreifen, um Know-how zu entwenden, hat sich von 10,3 Prozent in 2009 auf 20 Prozent in 2012 fast um 100 Prozent erhöht und kann auf ein gestiegenes Gefahrenbewusstsein zurückgeführt werden. Da die Studie vor dem Bekanntwerden der staatlichen initiierten, breitest angelegten Abhör- und Datensammelaktionen durchgeführt wurde, ist davon auszugehen, dass dieser Wert aktuell nochmals deutlich gestiegen ist.

Insgesamt werden IT-Angriffe von den befragten Unternehmen als eine stetig wachsende Gefahr eingestuft. So gaben 11,8 Prozent der Umfrageteilnehmer an, 2012 Opfer eines geplanten und gezielten IT-basierten Angriffs geworden zu sein. 2009 lag dieser Wert noch bei 5,5 Prozent.

(11.08.2013/fgo)

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