14. November 2013 - Datenmissbrauch

Die Angst ums Geld

Knapp 70 Prozent der Deutschen sorgen sich laut einer aktuellen Umfrage um den Schutz ihrer persönlichen Daten. Am meisten fürchten sie dabei finanzielle Schäden.

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Angst vor Datendieben bedeutet meist: Angst ums eigene Geld (Bildquelle: Antje Delater/pixelio.de).

Rund 2.000 Verbraucherinterviews hatte der GfK Verein im September 2013 geführt, um herauszufinden, wem die Deutschen beim Umgang mit ihren privaten Daten trauen und wovor sie im Zusammenhang mit Missbrauch von Daten am meisten Angst haben. Ein Ergebnis: Besonders ängstlich sind Bundesbürger, wenn es ums eigene Geld geht.

Im Zusammenhang mit Datenmissbrauch haben die meisten Deutschen Angst vor finanziellem Schaden (68 Prozent), einem Einblick beziehungsweise Eingriff in die Privatsphäre (52 Prozent) und dem Missbrauch der eigenen Identität durch Dritte (51 Prozent). Auch die Angst vor der Verbreitung falscher Informationen (42 Prozent) und der Einblick in sensible persönliche Daten (41 Prozent) sind hoch.

7 Prozent der Befragten waren nach eigenen Angaben schon von Datenmissbrauch betroffen. Diese Gruppe zeigt sich deutlich ängstlicher: Die Furcht vor finanziellem Schaden (80 Prozent) ist bei ihnen ebenfalls am größten, gefolgt von der Furcht vor Identitätsmissbrauch (70 Prozent).

Vertrauen beim Umgang mit persönlichen Daten genießen vor allem Ärzte, kleine Einzelhändler und Krankenkassen. Den mit Abstand geringsten Wert erreichen mit 9 Prozent Anbieter von Internet-Services aus den USA. Bei den europäischen Anbietern ist das Vertrauensniveau zwar rund doppelt so hoch, erreicht aber auch nur 21 Prozent. Ähnlich misstrauisch sind die Befragten gegenüber Online-Kommunikationsplattformen/Messenger-Diensten und Sozialen Netzwerken.

Auf die Unterstützung der Politik beim Schutz der Privatsphäre zählen die Befragten übrigens kaum: Nur rund ein Viertel ist der Meinung, dass die Bundesregierung genug tut, um die Daten der Bürgerinnen und Bürger zu schützen

(14.11.2013/fgo)

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