17. Oktober 2013 - Datensicherheit

Deutsche werden vorsichtiger

Zwei Blitzumfragen – eine Tendenz: Seitdem die Datenschnüffelei durch diverse Geheimdienste bekannt wurde, spielen Sicherheit und Datenschutz bei Anwendern eine größere Rolle.

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Datensicherheit genießt einen hohen Stellenwert (Bildquelle: Tim Reckmann/pixelio.de).

Die NSA-Affäre hat direkte Auswirkungen auf das Verhalten der Internetnutzer und deren Umgang mit persönlichen Daten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Yasni unter 1.200 Internetnutzern aus Deutschland. Knapp 50 Prozent der Umfrageteilnehmer haben seit Bekanntwerden der Schnüffeleien  ihre Internet-Nutzung bewusst reduziert oder bewegen sich verstärkt anonym im Netz. 32 Prozent gaben an, regelmäßig die eigenen Spuren im Netz zu überprüfen. Bemerkenswert allerdings auch, dass immerhin jeder fünfte der Befragten angab, sich durch die flächendeckende Überwachung durch Prism und Tempora nicht betroffen zu fühlen.

Auch die Telekom war neugierig und ließ 1.500 Internet-Nutzer in Deutschland durch TNS Infratest befragen. Dabei stuften 38 Prozent der Umfrageteilnehmer die Freiheit beim Surfen, also die Option, die Möglichkeiten der digitalen Welt ohne Kontrollmechanismen auszuschöpfen, als sehr beziehungsweise äußerst wichtig ein. Einen deutlich höheren Stellenwert hat laut dieser Umfrage jedoch die Sicherheit, also der Schutz Ihrer Daten vor Angriffen und Missbrauch durch Dritte. Hier entschieden sich 81 Prozent der Umfrageteilnehmer dafür, dass diese sehr beziehungsweise äußerst wichtig sei. Vor die Wahl gestellt, Freiheit oder Sicherheit die höhere Präferenz zuzuordnen, entschieden sich 79 Prozent für die Sicherheit, nur jeder Fünfte bevorzugt im direkten Vergleich die Freiheit.

(17.10.2013/fgo)

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