18. September 2013 - Datenschutz

Der Verlust der Privatsphäre wird in Kauf genommen

Private IT-Nutzer sind laut einer Studie davon überzeugt: Technologie macht das Leben leichter, die Privatsphäre bleibt dabei aber auf der Strecke.

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Die Hälfte aller Anwender tauscht bereitwillig private Daten gegen vermeintliche nützliche Services (Bildquelle: Kigoo Images/pixelio.de).

72 Prozent der Endverbraucher weltweit glauben, dass neue Technologien den Alltag künftig erleichtern werden. Gleichzeitig vertreten jedoch nahezu ebenso viele (69 Prozent) die Meinung, dass die neuen technischen Möglichkeiten größere Einschnitte in die Privatsphäre bedeuten. Dies sind Ergebnisse der aktuellen „Consumer Trust“-Studie von AVG. Im Rahmen der Studie wurden knapp 5.000 Verbraucher in acht Ländern zu Nutzungsverhalten, Privatsphäre und Vertrauen befragt.

Zwischen Schein und Sein

Insgesamt gaben 46 Prozent an, dass sie wachsende Bedenken bezüglich der Sicherheit ihrer Privatsphäre hegen. Ebenso viele Verbraucher misstrauen Unternehmen und deren Fähigkeiten, Nutzerdaten ausreichend zu schützen. 88 Prozent der Verbraucher reagieren zurückhaltend, wenn sie persönliche Daten im Gegenzug für Services und Dienstleistungen preisgeben sollen.

Diese Bedenken sind häufig allerdings nur theoretischer Natur. Denn wenn man sich Vorteile von der Preisgabe privater Informationen verspricht, fallen Bedenken schnell unter den Tisch. So erlauben 27 Prozent der Verbraucher den Zugriff auf die Kontaktlisten ihrer Geräte und 29 Prozent auf die Email-Kontakte. Den Zugriff durch Apps auf unterschiedliche Social-Media-Seiten gestatten sogar 36 Prozent.

Überschätzt wird häufig auch das eigene technologische Wissen:  Denn obwohl 86 Prozent der Befragten angaben, die Privatsphäre-Einstellungen sowohl auf Social-Media-Seiten als auch auf ihren persönlichen Geräten zu kennen, versteht laut Studie nur knapp ein Drittel die verfügbaren technischen Möglichkeiten und nutzt sie auch aktiv. Deutsche Nutzer liegen hier mit 37 Prozent knapp über dem weltweiten Durchschnitt (31 Prozent).

(18.09.2013/fgo)

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