23. Dezember 2013 - Datenverschlüsselung

Der Schlüssel kommt in Mode

Immer häufiger setzen deutsche Internet-Anwender Verschlüsselungslösungen ein, um ihre Daten vor neugieren Blicken zu schützen.

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Verschlüsselung sichert E-Mails zumindest theoretisch vor neugierigen Mitlesern (Bildquelle: Thomas Siepmann/pixelio.de).

Laut den Ergebnissen einer vom Branchenverband Bitkom beauftragten Umfrage unter 1.000 Onlinern nutzen aktuell rund 5 Millionen Bundesbürger und damit etwa 9 Prozent der Internet-Anwender für ihre E-Mails eine Verschlüsselungs-Software. Zum Vergleich: Im Juli waren es erst 3,3 Millionen oder 6 Prozent der Internet-Nutzer. Der Bitkom stuft diesen Anstieg als direkte Folge des Bekanntwerdens der geheimdienstlichen Abhöraktionen ein.

Auf dem eigenen PC gespeicherte Daten werden laut dieser Umfrage von 5,5 Millionen Anwendern in Deutschland per Verschlüsselung geschützt. Im Juli lag diese Zahl noch bei 4,4 Millionen.

Trotz des Anstiegs scheuen weiterhin die meisten Nutzer den Einsatz von Verschlüsselungslösungen. Als Grund für den Verzicht gaben 61 Prozent an, dass sie sich damit nicht auskennen. 56 Prozent nennen als Ursache, dass ihre Kommunikationspartner keine Verschlüsselung einsetzen. Ein Viertel hält Verschlüsselung grundsätzlich für zu aufwändig; 10 Prozent halten entsprechende Software für zu teuer. Laut Umfrage stört es zudem immerhin 8 Prozent der Internetnutzer nicht, wenn ihre Daten von Dritten eingesehen werden. Das entspricht rund 4,4 Millionen Personen.

Immerhin 13 Prozent der Befragten halten auch Verschlüsselungs-Software nicht für sicher. Dieser Wert hat sich seit Juli von 6 Prozent mehr als verdoppelt. Den Grund hierfür sieht der Bitkom in den Enthüllungen darüber, dass die Geheimdienste auch vermeintlich sichere Verschlüsselungsprotokolle für die Datenübertragung angegriffen haben.

(23.12.2013/fgo)

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