4. April 2016 - Datensicherheit

Datenverluste bei Datenmigrationen und Betriebssystem-Updates

Daten zwischen Geräten zu migrieren oder das Betriebssystem zu aktualisieren, kann kritisch sein: Ein Drittel der Unternehmen verliert dabei Daten.

Datenverluste: Migration und Updates sind kritisch Ein Drittel aller Unternehmen verliert Daten bei der Migration oder bei Upgrades (Bild: maxkabakov / iStock / Thinkstock)

572 IT-Administratoren seiner Kunden hatte Datenretter Kroll Ontrack im Februar 2016 nach ihren Erfahrungen bei datenrelevanten IT-Prozessen befragt. Ein Ergebnis: 32 Prozent der Befragten gaben an, Daten verloren zu haben, während sie Daten zwischen Geräten migrierten oder Betriebssysteme aktualisierten.

Auch Backups helfen nicht immer

In vielen Fällen half den Betroffenen auch die Verfügbarkeit einer Sicherungskopie nicht weiter. So bejahten 57 Prozent die Frage nach einer Backup-Lösung. Dennoch konnten drei Viertel dieser Anwender nicht alle ihre verlorenen Daten wiederherstellen. 23 Prozent konnten sogar überhaupt keine Daten mehr retten.

Als ausschlaggebend für die eher verhaltenen Erfolge durch das Zurückspielen von Backups wurden mehrere Gründe genannt:

  • 17 Prozent der Befragten gaben an, dass das Backup nicht aktuell war.
  • 15 Prozent gaben ein nicht korrekt arbeitendes Backup-System an.
  • 14 Prozent sagten, dass das betroffene Gerät nicht in das Backup einbezogen war.
  • Bei 11 Prozent war das Backup-Medium selbst defekt.

Migration mit Risiken

Datenverluste ereignen sich ebenso häufig an Einzelgeräten wie an Servern. Sie stellen also sowohl für den einzelnen Nutzer als auch für Unternehmen ein ernstes Problem dar. Die Hälfte der Befragten gab an, Daten auf ihrem Desktop oder Laptop bei der Migration auf neue Software oder Plattformen verloren zu haben. Die riskantesten Upgrades waren dabei

  • Betriebssystem-Upgrades (39 Prozent),
  • Image-Rückübertragungen der Desktop-Hardware (22 Prozent),
  • physische Hardware-Migration (20 Prozent) und
  • Hardware-Upgrades (17 Prozent).

Bei Mobilgeräten stellt vor allem der Gerätewechsel ein Risiko dar. Jeder dritte Mobilanwender war von Datenverlusten betroffen. Trotz in weiten Teilen automatisierter Update-Prozesse beklagten 53 Prozent das Fehlen von digital gespeicherten Informationen bei der Migration auf ein neues Mobilgerät.

Blick in die Kristallkugel

Danach befragt, was in den nächsten zwölf Monaten wohl die Hauptgründe für Datenverluste sein werden, erregten die Themen Migration und System-Upgrades relativ geringe Besorgnis bei den befragten Administratoren – und das, obwohl ein Drittel von ihnen dabei bereits Daten verloren haben. Als wichtiger wurden eingestuft

  • Hardware-Ausfall (22 Prozent),
  • Nutzerfehler (22 Prozent) und
  • unvorhergesehene Fehler (21 Prozent).

Nur elf Prozent schätzten mangelhafte interne Kontrollen und fehlende Datenrichtlinien als Top-Risiken ein – obwohl unklare Richtlinien und schlecht definierte Backup-Protokolle zu menschlichen Fehlern oder Nachlässigkeit und in Folge davon zu Datenverlusten führen können.

fgo

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