18. November 2012 - Mobile Endgeräte

Datenverlust bei der NASA

Der gebetsmühlenartig von Sicherheitsexperten wiederholte Hinweis, dass sensible Daten auf mobilen Geräten grundsätzlich zu verschlüsseln seien, ist nun wohl auch bei der NASA angekommen. Nach dem wiederholten Verlust mobiler Endgeräte mit sensiblen Informationen soll die Verschlüsselung nun zur Pflicht werden.

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Beklagt wiederholt den Verlust sensitiver Daten: die US-Weltraumbehörde NASA (Bildquelle: NASA).

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat die US-amerikanische Weltraumbehörde ihre Mitarbeiter darüber informiert, dass einem Angestellten vor einigen Wochen ein Laptop aus seinem Auto gestohlen wurde, auf dem sensible Personalinformationen wie Sozialversicherungsnummern gespeichert waren. Das Gerät sei zwar durch ein Passwort gesichert, die Daten selbst aber unverschlüsselt auf der Festplatte gespeichert.

Dieser Vorfall ist das jüngste Ereignis in einer Kette von Datenverlusten bei der NASA. Zuletzt wurde im März 2012 bekannt, dass ein Laptop eines Mitarbeiters des Kennedy Space Centers abhanden gekommen war, auf dem persönliche Informationen zu 2.300 Angestellten und Studenten gespeichert waren. Laut einem internen Bericht der NASA seien allein im Zeitraum vom April 2009 bis April 2011 insgesamt 48 Mobilgeräte verloren gegangen oder gestohlen worden, die in vielen Fällen sensible Daten gespeichert hatten.

Laut Reuters hat die NASA in Person ihres Administrators Charlie Bolden nun auf diese Vorfälle reagiert und für Laptops, die sensible Informationen enthalten, eine Verschlüsselung zwingend vorgeschrieben. Ein entsprechendes Sicherheits-Update der Software soll auf allen betroffenen Geräten bis zum 21. Dezember durchgeführt werden.

(18.11.2012/fgo)

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