9. Januar 2015 - Illegaler Adresshandel

Datenschutzverstöße: Versicherer zahlt Bußgeld

Das Versicherungsunternehmen Debeka hat Verstöße gegen Datenschutzvorgaben eingeräumt und zahlt eine Geldbuße in Höhe von 1,3 Millionen Euro.

Wegen Datenschutzverstößen wird der Versicherer Debeka zur Kasse gebeten (Bild: Debeka) Wegen Datenschutzverstößen wird der Versicherer Debeka zur Kasse gebeten (Bild: Debeka)

Im November 2013 wurde bekannt, dass die Versicherungsgesellschaft Debeka über einen langen Zeitraum illegal Adressen von Beamten erworben hatte, die sie zur Neukundenakquise genutzt hat. Der rheinland-pfälzische Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) Edgar Wagner hatte daraufhin im Dezember gegen den Debeka-Krankenversicherungsverein a.G. (Debeka) und gegen seine Vorstandsmitglieder ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Dieses Verfahren wurde nun einvernehmlich abgeschlossen. Die Debeka hat sich verpflichtet, eine Geldbuße in Höhe von 1,3 Millionen Euro zu zahlen. Bei der Höhe der Bußgeldbemessung wurden zugunsten der Debeka unter anderem ihre umfassende Kooperation mit dem LfDI sowie ihre eigene Aufklärung berücksichtigt. Auch die Bereitschaft der Debeka, bei der Anwerbung neuer Kunden künftig strikt auf die Einhaltung einschlägiger Datenschutzvorschriften zu achten sowie die Ausarbeitung einer neuen, weitgreifenden internen Datenschutzstruktur beim Versicherer wurden von Wagner hervorgehoben.

Man begrüße die einvernehmliche Klärung der datenschutzrechtlichen Auseinandersetzung, so der Debeka-Vorstandsvorsitzende Uwe Laue: „Mit den getroffenen Maßnahmen hält die Debeka die Datenschutzbestimmungen nicht nur ein – sie übertrifft sie sogar.“

fgo

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