7. Mai 2012 - PwC-Studie

Datenschutz-Verstöße in jedem vierten Großunternehmen

Immer wieder kommt es in deutschen Unternehmen zu Datenschutz-Pannen. Im Jahr 2011 war mehr als ein Viertel der Unternehmen von Datenschutz-Verstößen betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Datenschutzbeauftrager und Administrator (Bild: vasabii / iStock / Thinkstock)

„Unser Unternehmen nimmt Datenschutz wichtig oder sehr wichtig“ – diese Einschätzung teilten laut Studie 70 Prozent der befragten 250 Datenschutzbeauftragten aus den 1.000 größten deutschen Unternehmen.

Unwissenheit und Unachtsamkeit sind die häufigsten Ursachen für Datenschutzverstöße

Folgen hat das aber augenscheinlich nur begrenzt, denn: „Wir konstatieren nach wie vor, dass die Verstöße meist auf Unachtsamkeit und Unwissenheit zurückzuführen sind. Viele Mitarbeiter wissen noch nicht einmal, dass sie gegen Datenschutzrichtlinien verstoßen“, so Birthe Görtz, Partnerin und Verantwortliche für das Thema Datenschutz bei PwC.

Datendiebstahl eher selten

Datendiebstahl von außen oder durch eigene Mitarbeiter halten die befragten Datenschutzbeauftragten dagegen für kaum relevant.

Genug Geld und Personal für den Datenschutz?

PwC hat daneben untersucht, wie die Datenschutzbeauftragten ihre finanzielle und personelle Ausstattung einschätzen. In den großen Unternehmen sind die Datenschutzbeauftragten damit offensichtlich zufrieden. Die Studie stellt fest:

„Ungeachtet der festgestellten Defizite halten die Datenschutzbeauftragen verstärkte Investitionen in ihren Verantwortungsbereich nicht für notwendig. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Befragten sind mit ihrem Budget zufrieden. Auch die Personalausstattung hält eine Mehrheit von knapp zwei Dritteln der Datenschutzbeauftragten für ausreichend. Tatsächlich stellen die Unternehmen mittlerweile mehr personelle Ressourcen bereit: 2011 wurden die Datenschutzbeauftragten von durchschnittlich 1,9 Vollzeitkräften unterstützt, nunmehr sind es immerhin 2,3 Vollzeitkräfte.“

Kein Vertrauen in soziale Netzwerke und Cloud Computing

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die große Mehrheit der befragten Datenschutzbeauftragten lehnt die Nutzung von sozialen Netzwerken und Cloud Computing ab. Sicherheitsbedenken und mangelnde Transparenz sind die Hauptgründe dafür.

Mehr finden Sie unter www.pwc.de/datenschutz2012.

 


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