- Datenschutz PRAXIS - https://www.datenschutz-praxis.de - DatenschutzPraxis

Datenschutz und KI: Arbeitspapier der Berlin Group

Der Entwicklung selbstlernender und „intelligenter“ Computersysteme messen Wirtschaft und Politik derzeit einen hohen Stellenwert bei. Die Berlin Group nimmt in einem Arbeitspapier dazu Stellung und spricht Handlungsempfehlungen aus.

Die Internationale Arbeitsgruppe zum Datenschutz in der Telekommunikation traf sich zum 64. Mal. Die sogenannte Berlin Group unter der Leitung der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Maja Smoltczyk, verabschiedete dabei das Arbeitspapier „Datenschutz und künstliche Intelligenz“.

Damit greift die Gruppe die aktuelle Entwicklung in den Computer-Wissenschaften und der Wirtschaft auf, Systeme mit künstlicher Intelligenz (KI-Systeme) [1] zu schaffen. Diesen Systemen räumen Experten in zahlreichen Bereichen großes Potenzial ein.

KI-Systeme können

Herausforderung für den Datenschutz

Die Entwicklung und das Training solcher Systeme benötigt große Datenmengen. Und das betrifft regelmäßig personenbezogene Daten [2].

Das auf Englisch verfasste Arbeitspapier, dessen Übersetzung in den nächsten Monaten folgen soll, greift verschiedene Aspekte und Problemfelder heraus, zum Beispiel:

Analyse von KI-Technologie und Entwicklungshinweise

Das Positionspapier (Download als PDF [4]) widmet sich in seinem ersten Teil einer allgemeinverständlichen Einführung in das Thema künstlicher Intelligenz.

Danach listet es verschiedene existierende Beispiele für die Anwendung von KI auf.

Im zweiten Teil sind aus Sicht der Berlin Group bestehenden Probleme mit der Entwicklung von KI in Bezug auf Datenschutz, Privatsphäre und informeller Selbstbestimmung dargestellt.

Damit will das Dokument nicht nur ein Bewusstsein für die Probleme wecken, sondern gibt konkrete Hinweise darauf, wie sich diese im Entwicklungsprozess vermeiden lassen.

Stephan Lamprecht