17. August 2012 - Mobile Kommunikation

Datenschutz ist US-Amerikanern wichtig

Die meisten US-Amerikaner sind sich laut einer aktuellen Umfrage darüber im Klaren, dass ihr Mobiltelefon schützenswerte private Daten speichert. Entsprechend skeptisch ist die Einstellung gegenüber Apps und Services, die auf diese Informationen zugreifen wollen.

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USA: Die Sensibilität mobiler Daten ist bekannt. (Quelle: Günter Havlena/pixelio.de)

Im Rahmen der Studie „Mobile Phones and Privacy„, durchgeführt von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der University of California in Berkeley, wurden Personen in 1.200 Haushalten nach ihrer Meinung zur Nutzung von Mobiltelefonen befragt.

Für mehr als drei Viertel der Umfrageteilnehmer sind die auf ihrem Mobiltelefon gespeicherten Daten mindestens ebenso sensibel wie die Informationen, die auf ihrem PC abgelegt sind. Jeder Fünfte – in der Altersgruppe von 18 bis 24 sogar jeder Dritte – stuft die Smartphone-Daten sogar als privater ein.

Entsprechend ist die Bereitschaft, das eigene Mobiltelefon zu verleihen, stark abhängig vom Vertrauensverhältnis zum Leihenden. Zwar würden 84 Prozent ihr Telefon einem Familienangehörigen und 55 Prozent einem engen Freund zeitweise zur Nutzung überlassen, aber nur 21 Prozent einem Arbeitskollegen.

Werbeanrufe von Unternehmen sind bei drei Vierteln der Befragten unerwünscht. Noch größer ist die Ablehnung, wenn es darum geht, Apps zu gestatten, auf Daten aus dem Adressbuch zuzugreifen. Lediglich 18 Prozent würden es Apps von Sozialen Netzwerken gestatten, Kontaktlisten auszulesen, und nur 6 Prozent wären mit der Nutzung des eigenen Adressbuchs zur Verteilung von Gutscheinen an Freunde einverstanden.

Zwiespältig dagegen ist das Verhältnis der Mobil-Telefonierer zur Speicherung der Ortsdaten durch den Netzwerk-Provider. Knapp die Hälfte lehnt dies ab, der Rest hält es für legitim, wobei mehr als die Hälfte der Befürworter für Speicherzeiten unter einem Jahr plädiert. Weitestgehend einig ist man sich allerdings darüber, dass Provider diese Ortsdaten nicht für lokalisierte Werbung nutzen sollten. 92 Prozent wollen dies nicht erlauben.

(17.08.2012/fgo)

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