13. Juni 2012 - Datenschutz-Bestimmungen

Datenschutz ist keine Wachstumsbremse

Die rechtlichen Rahmenbedingungen des Datenschutzes haben in den Augen der kleinen und mittelständischen Firmen in Deutschland nur wenig negative, dafür aber durchaus positive Auswirkungen auf das Unternehmenswachstum. Das ergab zumindest eine aktuelle Studie.

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Studie zu Wachstumshemmnissen bei KMUs (Quelle: Pac)

Die Komplexität steuerrechtlicher Regelungen, hohe Bürokratiebelastungen sowie der Mangel an qualifizierten Fachkräften sind die wichtigsten Wachstumshemmnisse für kleine und mittelständische Unternehmen in der deutschen IT-Branche.

Vorgaben und Gesetze zum Datenschutzes spielen als Wachstumsbremse dagegen kaum eine Rolle.

Dies ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) durchgeführt wurde.

Einige Nachteile, aber auch Vorteile

Laut Studie werden strenge Datenschutz-Bestimmungen zwar als hemmend insbesondere etwa bei Social-Media-Anwendungen angesehen. Leiter von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) empfinden zudem die bürokratische Belastung etwa bei der Erfüllung der zahlreichen Datenschutz-Regelungen als zu hoch.

Andererseits sind die Unternehmen größtenteils davon überzeugt, dass restriktive Regelungen und die damit einhergehende Qualität samt möglicher Zertifizierungen wiederum auch ein Wettbewerbsvorteil sein können.

Download der Studie

Der komplette 218-seitige Bericht „Analyse von Wachstumshemmnissen kleiner und mittlerer Unternehmen am Beispiel der IT-Branche“ ist kostenfrei online bei PAC abrufbar.

(12.06.2012/fgo)

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