26. September 2016 - Identitätsdiebstahl

Datendiebstahl: 500 Millionen Yahoo!-Mail-Konten betroffen

Yahoo! hat den Diebstahl von Mitgliederdaten in großem Umfang bestätigt. Demnach sollen unbekannte Hacker im Jahr 2014 personenbezogene Informationen zu rund 500 Millionen Kundenkonten entwendet haben.

Umfangreicher Datendiebstahl bei yahoo Einer der größten Identitätsdiebstähle der Geschichte: Yahoo! muss den Verlust von 500 Millionen Kundendatensätzen einräumen (Bild: Yahoo! Global PR)

Wie der Internet-Konzern mitteilt, zählen Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und verschlüsselte Passwörter zu den von den Angreifern erbeuteten Daten. In einigen Fällen seien auch verschlüsselte oder unverschlüsselte Sicherheitsfragen samt Antworten entwendet worden.

Zahlungsdaten wie Informationen zu Bankkonten oder Kreditkarten seien nicht betroffen. Diese hätten sich nicht auf den angegriffenen Systemen befunden. Auch Passwörter im Klartext sollen nicht gestohlen sein.

Betroffene Nutzer per Mail informiert

Yahoo! hat eigenen Aussagen zufolge alle vom Datendiebstahl betroffenen Nutzer per E-Mail informiert. Die Adressaten der E-Mails werden aufgefordert, ihre Passwörter unverzüglich zu ändern.

Auch alle Yahoo!-Kunden, die seit 2014 dasselbe Passwort verwenden, aber keine Benachrichtigung erhalten haben, sollten ihre Zugangsdaten erneuern. Mehr Sicherheit böten zudem zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie der Einsatz des Yahoo!-eigenen Authentifizierungs-Tools Account Key.

Staatlich unterstützter Angriff?

Yahoo! äußert den Verdacht, dass der Datendiebstahl durch eine staatliche Stelle beziehungsweise mit deren Unterstützung erfolgt sei. Konkrete Informationen zu dieser Vermutung – etwa zu den Staaten, von denen der Angriff ausging – teilte der Konzern allerdings nicht mit.

Daten schon im August im Angebot

Bereits Anfang August des Jahres berichtete das Online-Magazin Motherboard, dass rund 200 Millionen Nutzerdatensätze von Yahoo! von einem Hacker mit dem Namen „Peace“ im Darknet angeboten würden. Seinerzeit ging Yahoo! nicht auf Forderungen des Datendiebs ein, betonte jedoch, die Angelegenheit zu verfolgen.

fgo

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