31. Dezember 2013 - Vertrauen in Datensicherheit

Das Misstrauen regiert

Das Schnüffel-Potenzial der staatlichen Stellen beim Ausspähen von Daten im Internet weckt mehr Bedenken als das von Cyberkriminellen.

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Das Vertrauen in die Datensicherheit im Internet schwindet kontinuierlich (Bildquelle: Christian Seidel/pixelio.de).

Zumindest ein positives Ergebnis zeigen die Spähaktionen der Nachrichtendienste NSA, GCHQ & Co.: Einem stetig wachsendem Teil der hiesigen Bevölkerung wird klar, dass das Internet in puncto Datenschutz kein sicheres Medium ist.

Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom halten 80 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland ihre persönlichen Daten im Internet generell für unsicher: Noch im Juli lag dieser Wert noch bei 66 Prozent, im Jahr 2011 waren es 55 Prozent. Immerhin 38 Prozent fürchten die Ausspähung ihrer Daten durch Unternehmen (Juli: 34 Prozent). Nur 15 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich im Internet überhaupt nicht bedroht fühlen (Juli: 18 Prozent).

49 Prozent der Umfrageteilnehmer fühlen sich von der Ausspähung ihrer persönlichen Daten im Internet durch staatliche Stellen bedroht (Juli 2013: 39 Prozent). Damit haben die Bedenken gegenüber Regierungsstellen sogar die Angst vor Ausspähungen durch Cyberkriminelle überholt, die wie schon im Juli 46 Prozent der Befragten äußerten.

Weiter gelitten hat auch das Vertrauen der Bürger, wenn es um den regulären Umgang sowohl des Staates als auch der Wirtschaft mit ihren persönlichen Daten geht. Laut Umfrage misstrauen 68 Prozent der Internet-Nutzer Staat und Behörden beim Umgang mit ihren persönlichen Daten im Web. Im Juli lag der Vergleichswert bei 58 Prozent und im Jahr 2011 bei 40 Prozent. Nicht weniger schlecht ist das Ergebnis für die Wirtschaft. 64 Prozent der befragten Internetnutzer misstrauen den Unternehmen, wenn es um den Umgang mit ihren Daten im Netz geht.

(31.12.2013/fgo)

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