15. November 2012 - Online-Bedrohungen

Cyber-Bundeswehr zur Prävention und Abwehr?

Eine Umfrage ergab, dass sich die deutsche Bevölkerung zusehends von den Risiken aus dem Web bedroht fühlt und sich um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen sorgt. Abhilfe erhoffen sich die Befragten vor allem von offiziellen Stellen: Knapp zwei Drittel sehen akuten staatlichen Handlungsbedarf bei der Abwehr von Cyber-Bedrohungen.

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Genügend Schutz von staatlicher Seite vor Cyber-Bedrohungen? 65 Prozent sagen nein (Quelle: LogRhythm).

Im Rahmen einer von OnePoll im Auftrag von LogRhythm durchgeführte Studie (der Link zur Studie steht leider nicht mehr zur Verfügung, 21.12.2015) wurden 400 Personen in ganz Deutschland zu ihrer Meinung bezüglich Datenschutz, Datensicherheit, Cyber-Bedrohungen, -Terrorismus und kriegerischer Auseinandersetzungen von Staaten, lanciert durch Cyber-Aktivitäten, befragt. Zu den Schlüsselergebnissen zählen die Studienverantwortlichen die Feststellung, dass knapp zwei Drittel der Befragten (65,25 Prozent) der Auffassung sind, dass von staatlicher Seite zu wenig unternommen wird, um nationale Interessen adäquat vor Cyber-Bedrohungen aller Art zu schützen.

Die Untersuchung stellt zudem fest, dass der Wunsch nach mehr staatlicher Fürsorge in direkter Korrelation mit der Angst vor zwischenstaatlichen Cyber-Kriegen und Cyber-Terrorismus steht: 82,25 Prozent der Befragten sehen sowohl kriegerische Auseinandersetzungen bedingt durch Aktivitäten im oder durch den Cyberspace als auch terroristische Akte als eine ernsthafte Bedrohung der kommenden Jahre an – wobei 14,75 Prozent zwar Abwehrmaßnahmen befürworten, aber vor einer Überreaktion warnen. 80,75 Prozent halten präventive Angriffe gegen feindliche Staaten als gerechtfertigt, wenn die nationale Sicherheit in Gefahr ist – knapp 60 Prozent koppeln den Erstschlag jedoch an den Grad der Bedrohung.

Die Umfrage gibt des Weiteren einen Einblick in die öffentliche Besorgnis über die Sicherheit persönlicher Daten. Die Mehrheit der Befragten (64,25 Prozent) findet, dass Unternehmen mehr im Bezug auf die sichere Aufbewahrung von persönlichen Daten leisten müssten. Zirka 63 Prozent vertrauen nur einer kleinen Anzahl von Unternehmen – 21,25 Prozent gar keinen. Als besonders unzuverlässig im Umgang mit persönlichen Daten werden Gaming-Portale und Soziale Netzwerke erachtet. Im Verhältnis dazu werden Banken und Unternehmen aus dem Finanzsektor sowie Anbieter von Gesundheitsleistungen und Krankenhäuser als verlässlich angesehen. Fast 70 Prozent glauben, dass es in der heutigen Zeit unausweichlich geworden ist, dass ihre persönlichen Daten irgendwann von einem Hackerangriff betroffen sein werden.

Dass die Datensicherheit zu einem Wettbewerbsvorteil werden kann, zeigt sich in der Forderung von 62,5 Prozent der Befragten, die der Auffassung sind, dass jede Datenpanne oder -missbrauch per gesetzlicher Regelung veröffentlicht werden sollten. 65 Prozent wollen zudem sofort und persönlich informiert werden, wenn die eigenen Daten betroffen sein könnten – weitere 25 Prozent spätestens nach einer ersten Untersuchung des Zwischenfalls. Die Hälfte ist sich außerdem einig, dass die Strafen für Unternehmen im Falle einer Panne oder eines Missbrauchs generell härter werden müssen.

fgo

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