13. Januar 2015 - Studie

Cloud: Unternehmensdaten werden freizügig verteilt

Viele Mitarbeiter von Unternehmen gehen sorglos mit sensiblen geschäftlichen Daten um, die in der Cloud gespeichert werden – und manche würden sie im Fall einer Kündigung auch mitnehmen.

Zwei Drittel aller Angestellten können auch von außen auf sensible Unternehmensdaten in der Cloud zugreifen (Bild: SailPoint) Zwei Drittel aller Angestellten können auch von außen auf sensible Unternehmensdaten in der Cloud zugreifen (Bild: SailPoint)

Einmal im Jahr erstellt SailPoint eine Marktstudie, die Auskunft darüber geben soll, wie es Mitarbeiter in Unternehmen mit Datensicherheit und Datenschutz halten. Hierfür erstellte Vanson Bourne im Auftrag von SailPoint eine Studie, die auf den Antworten von 1.000 Angestellten großer Unternehmen mit mindestens 3.000 Mitarbeitern aus Australien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, den USA und Großbritannien beruht.

Unternehmensdaten in der Cloud sind Alltag

Eines der Umfrageergebnisse besagt, dass rund jeder fünfte Mitarbeiter bereits sensible Unternehmensdaten in Cloud-Anwendungen geladen hat, um sie mit externen Anwendern zu teilen – in Deutschland lag dieser Anteil bei 17 Prozent. Fast ebenso viele Angestellte (16 Prozent in Deutschland) ziehen in Erwägung, Unternehmensdaten mitzunehmen, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren würden.

In den meisten Fällen ist bei einer solchen Datenweitergabe das Bewusstsein dafür vorhanden, damit gegen interne Firmenvorgaben zu verstoßen – 58 Prozent der deutschen Mitarbeiter sind die Policies des jeweiligen Unternehmens zum Schutz seines geistigen Eigentums bekannt.

Unternehmensdaten mitnehmen leicht gemacht

Allerdings wird es den Mitarbeitern auch leicht gemacht: 70 Prozent der deutschen Beschäftigten, die für ihr Unternehmen Cloud-Applikationen nutzen, haben auch von externen Stellen aus Zugang zu den dort gespeicherten Daten. Selbst der Einsatz von Cloud-Applikationen an sich ist oft nicht geregelt: Jeder sechste Mitarbeiter setzt eine Anwendung wie Salesforce.com, Concur, Workday, DropBox oder DocuSign ein, ohne dass er sich dabei über eine vorherige Rückfrage an die IT-Abteilung seines Unternehmens entsprechende Unterstützung etwa in Datenschutz-Fragen gesichert hat.

fgo

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