13. Mai 2015 - Geheimdienste

BND als fleißiger Zulieferer für die NSA

Laut internen Unterlagen des Bundesnachrichtendienstes stellt der BND der US-amerikanischen NSA monatlich bis zu 1,3 Milliarden Sätze mit Verbindungs- beziehungsweise Metadaten zur Verfügung.

Telekommunikationseinrichtungen des BND in Bad Aibling Telekommunikationseinrichtungen des BND in Bad Aibling (Bild: mthaler / iStock / Thinkstock)

Wie „Zeit online“ mit dem Verweis auf vorliegende Dokumente des BND berichtet, recherchiert und speichert der deutsche Bundesnachrichtendienst täglich rund 220 Millionen Metadatensätze zu weltweiten Telekommunikationsverbindungen. Diese Verbindungsdaten enthalten Informationen zu den Kommunizierenden sowie zu deren Standorten. Die Suche mit den sogenannten Selektoren, also einer Liste von Schlagworten, anhand derer Verdachtsmomente erkannt werden sollen, werde dabei zur Vorsortierung der gesammelten Daten parallel durchgeführt.

Von diesen ermittelten Informationen – monatlich immerhin rund 6,6 Milliarden Datensätze – fließt mit „bis zu 1,3 Milliarden Daten pro Monat“ laut Bericht mehr als ein Viertel in die USA zur dortigen National Security Agency (NSA).

Dabei würden Daten von Deutschen gefiltert und nicht weitergegeben. Dagegen seien die Metadaten aus „Krisengebieten“ vollständig erfasst und an die hierfür zuständige Abteilung der NSA transferiert worden. Dabei finde jedoch die „… inhaltliche Sichtung beziehungsweise eine Eingrenzung der erhobenen Daten anhand von wie auch immer gearteten Kriterien […] nicht statt“, so der Bericht in einem Verweis auf BND-Unterlagen weiter.

fgo

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