15. Februar 2012 - Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht

Betrüger geben sich als „Datenschützer“ aus

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht warnt vor Betrügern, die sich am Telefon fälschlich als Mitarbeiter des Landesamtes ausgeben. Ziel der betrügerischen Anrufe ist es, Bankdaten oder Adressen bestätigt zu bekommen oder an solche Daten zu gelangen.

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Datenschutzbehörden wenden sich niemals von sich aus an Bürger, um ihre Hilfe anzubieten (Foto: Rainer Sturm, pixelio)

Die Nennung der Amtsbezeichnung soll offenbar den Anschein von Seriosität erwecken. Teilweise werde die Bezeichnung „Landesamt für Datenschutzaufsicht“ durch einen Zusatz wie „in München“ oder „in Ansbach“ ergänzt oder auch Namen von Mitarbeitern des Landesamtes verwendet, meldet das Landesamt. Damit solle der Eindruck erweckt werden, der Anruf stamme tatsächlich von der Aufsichtsbehörde für Datenschutz.

Datenschutzaufsichtsbehörden rufen nicht selbstständig an

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht weist darauf hin, dass keine Datenschutzaufsichtsbehörde von sich aus Bürgerinnen und Bürger anrufen würde, um ihre Hilfe anzubieten.

Keine persönlichen Angaben am Telefon machen

Das Landesamt rät Betroffenen:

  • Notieren Sie sich, falls ersichtlich, die Rufnummer und beenden Sie das Gespräch sogleich.
  • Machen Sie auf keinen Fall persönliche Angaben, insbesondere nicht zu Bankverbindungsdaten und bestätigen Sie diese auch nicht, selbst wenn sie zutreffend sein sollten.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Bankauszüge.
  • Melden Sie Rufnummernmissbrauch und unerlaubte Telefonwerbung der Bundesnetzagentur als zuständiger Aufsichtsbehörde.

Behörden werden immer wieder von Betrügern missbraucht, um an persönliche Daten von Verbrauchern zu gelangen. Unlängst hatten Anrufer von „Verbraucher Datenschutz 24“ sich als Kooperationspartner der Bundesnetzagentur oder der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgegeben.

BLfD/BM

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