26. Februar 2013 - Geodaten

Beschwerdeausschuss für Geodatenkodex nimmt Arbeit auf

Die Einhaltung des Datenschutz-Kodex für Geodatendienste soll künftig von einer Beschwerdestelle überwacht werden. Diese sei laut Betreibern Ansprechpartner, wenn es zu Verstößen kommt.

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Streitigkeiten um die Unkenntlichmachung von Objekten soll künftig eine Beschwerdestelle klären (Bildquelle: Google Maps).

Im Oktober letzten Jahres war die Webseite Datenschutzkodex für Geodatendienste online gegangen. Dort findet sich die Möglichkeit, nach Angabe der Adresse abzufragen, ob ein bestimmtes Objekt in Geodatendiensten dargestellt ist. Parallel wird eine Anleitung bereitgestellt, wie sowohl online wie offline beantragt werden kann, Gebäude, Gesichter oder Autokennzeichen unkenntlich zu machen.

Um Streitfälle zu vermeiden, wurde nun von den Trägern – unter anderem die Deutsche Post, Deutsche Telekom, Google, Microsoft, Nokia und der Branchenverband Bitkom – die sich zum Verein Selbstregulierung Informationswirtschaft e.V. (SRIW) zusammengefunden haben, ein „unabhängiger  Beschwerdeausschuss“ initiiert.

Nach dem Datenschutz-Kodex für Geodatendienste könnten Nutzer bei der Geschäftsstelle des SRIW Verstöße gegen den Kodex melden, so die Betreiber. Der Beschwerdeausschuss werde diese mutmaßlichen Verstöße prüfen und sei berechtigt, Entscheidungen zur Behebung von Verstößen zu treffen und Sanktionen zu verhängen.

Zudem wurde laut SRIW auch eine telefonische Beratungsstelle eingerichtet, die über Geodatendienste, die im Kodex enthaltenen Verbraucherrechte sowie über Widerspruchs- und Beschwerdemöglichkeiten informiert. Sie sei ab kommender Woche kostenlos unter der Nummer 0800 7237953 zu erreichen.

(26.02.2013/fgo)

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