1. April 2013 - E-Mail-Sicherheit

Bedrohung hält weiter an

E-Mail ist zwar das geschäftliche Kommunikationsmittel Nummer 1, die Bedrohung durch gefährliche und unerwünschte E-Mails stellt Unternehmen allerdings vor eine große Aufgabe.

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E-Mail bleibt das wichtigste geschäftliche Kommunikationsmittel (Bildquelle: Gerd Altmann/pixelio.de).

Laut einer  im März 2013 durchführten Umfrage des Anbieters von Security-Lösungen Eleven rechnen mit 46 Prozent fast die Hälfte der befragten deutschen IT-Entscheider damit, dass sich die Gefahrenlage innerhalb der E-Mail-Kommunikation weiter verschärfen wird. Weitere 49,2 Prozent gaben an, sie werde in den kommenden Jahren zumindest gleichbleiben. Mit einer Abnahme der Bedrohung rechnete kein einziges befragtes Unternehmen.

Auch für die vergangenen zwölf Monate sind die Ergebnisse eindeutig: 88,9 Prozent gaben an, die Bedrohung durch unerwünschte oder gefährliche E-Mails sei gleich geblieben (66,7 Prozent) oder habe sich gar erhöht (22,2 Prozent), nur knapp ein Zehntel der Befragten (9,5 Prozent) waren der Meinung, die Gefahren seien zurückgegangen.

Für die gefährlichste Bedrohung der Internetsicherheit halten die IT-Entscheider derzeit Drive-by-Angriffe (41,3 Prozent). Dabei werden E-Mails mit Links zu Websites versandt, die so manipuliert sind, dass sie beim Öffnen im Browser den Rechner des Nutzers mit Schad-Software infizieren. Auch durch gezielte Attacken wie zum Beispiel Spear Phishing (17,5 Prozent), neue Virenvarianten, die von herkömmlichen Virenscannern noch nicht erkannt werden (17,5 Prozent) und Angriffe auf mobile Endgeräte (14,3 Prozent) sehen sich deutsche Unternehmen gefährdet.

Auch in der derzeitigen Diskussion, ob die E-Mail eine Zukunft als geschäftliches Kommunikationsmittel habe, sind die Mehrheitsverhältnisse deutlich: 90,5 Prozent der befragten Unternehmen beantworteten die Frage mit „ja“, während nur 3,2 Prozent die E-Mail als Auslaufmodell betrachteten. Befragt, was in drei Jahren das wichtigste geschäftliche Kommunikationsmittel sein würde, nannten mehr als drei Viertel der IT-Entscheider (77,8 Prozent) die E-Mail. Nur jeweils 6,3 Prozent sahen die Zukunft bei Instant-Messaging-Diensten oder in sozialen Netzwerken.

Richtige Klassifizierung ist wichtig

Wenn es um die Sicherung der E-Mail-Kommunikation geht, haben sich die Prioritäten bei deutschen Unternehmen deutlich verschoben. War vor zwei Jahren die Erkennungsrate noch für 61,7 Prozent der entscheidende Faktor für die Auswahl einer E-Mail-Sicherheitslösung, ist dies 2013 nur noch für 23,6 Prozent der befragten Unternehmen der Fall.

Hauptaufgabe der E-Mail-Sicherheit heute ist für deutsche IT-Entscheider zu verhindern, dass legitime E-Mails falsch klassifiziert und als vermeintlicher Spam aussortiert werden. Knapp die Hälfte der Befragten nannte daher die False-Positive-Rate einer E-Mail-Sicherheitslösung als wichtigstes Auswahlkriterium – vor zwei Jahren waren es noch 29,9 Prozent. Auch gegenüber dem Vorjahr ist der Trend deutlich: Damals nannten 40,1 Prozent der Befragten die False-Positive-Rate als wichtigstes Kriterium, für die Erkennungsrate votierten 34,4 Prozent.

(01.04.2013/fgo)

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