16. Juni 2016 - Datenschutz-Grundverordnung

Aufsichtsbehörden: Der Weg zur einheitlichen Interpretation der DSGVO

Um eine einheitliche Auslegung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) voranzutreiben, arbeiten die Datenschutz-Aufsichtsbehörden derzeit an verschiedenen Themen. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht will regelmäßig über den Stand der Auslegung der DSGVO informieren.

Datenschutz-Aufsichtsbehörden stimmen sich zur DSGVO ab Das BayLDA will regelmäßig berichten, zu welchen Schwerpunktthemen der Datenschutz-Grundverordnung sich die Aufsichtsbehörden ausgetauscht haben (Bild: stephanhartmann / iStock / Thinkstock)

In knapp zwei Jahren soll die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft treten. Die Zeitspanne bis dahin wollen die Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder nutzen, um eine möglichst einheitliche Sichtweise auf die neu geregelten Grundlagen und Anforderungen an den Datenschutz auf europäischer Ebene zu realisieren.

Über die jeweils aktuellen Themen und Fortschritte will das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) nun künftig regelmäßig informieren.

14-tägiges Erscheinen geplant

In Übersichtspapieren, die zweimal im Monat erscheinen sollen, will das BayLDA darstellen, welche Themenkomplexe der DSGVO derzeit auch in der bayerischen Aufsichtsbehörde intensiv diskutiert werden.

Den Anfang macht ein zweiseitiger Text zum Thema Sicherheit der Verarbeitung, der sich auf den Artikel 32 der DSGVO (im verlinkten Text auf Seite 160f) bezieht. Dieser Artikel beschreibt, nach welchen Kriterien technische und organisatorische Maßnahmen zu wählen sind, um ein angemessenes Schutzniveau gewährleisten zu können.

Viel Arbeit für Aufsichtsbehörden und Unternehmen

Wieviel Arbeit auf die Aufsichtbehörden zukommt, wird deutlich, wenn man die vergleichsweise ausführlichen Beschreibungen des neuen Artikels 32 den Formulierungen des derzeit noch relevanten § 9 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) gegenüberstellt.

Eine ähnliche Arbeitsbelastung ist letztlich auch in den Unternehmen zu erwarten, die bis Mai 2018 zahlreiche Maßnahmen umsetzen müssen, um die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung zu erfüllen.

fgo


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