22. Juni 2013 - Geheimdienste

Auf PRISM folgt Tempora

Nicht nur der US-amerikanische Geheimdienst NSA hat die Kommunikation von Menschen weltweit belauscht, sondern auch der britische GCHQ.

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GCHQ und NSA - in Sachen Lauschangriff sind die Briten und US-Amerikaner partnerschaftlich verbunden (Bildquelle: Petra Bork/pixelio.de).

Der als seriös geltenden Tagezeitung Guardian zufolge hat der britische  Nachrichten- und Sicherheitsdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) Glasfaserkabel angezapft, um sich Zugang zur weltweiten Kommunikation von Menschen verschaffen, die telefonieren oder das Internet nutzen.

Der Guardian beruft sich auf Aussagen von Edward Snowden, der bereits die NSA-Aktion PRISM öffentlich bekannt gemacht hatte und sich derzeit dem Zugriff der US-amerikanischen Justiz durch den mutmaßlichen Aufenthalt in Hongkong entzieht. Die USA hat mittlerweile Anklage gegen Snowden erhoben und ein Auslieferungsersuchen gestellt.

Aktiver als die NSA

Laut Snowden soll der GCHQ in großem Maße auf E-Mails, Facebook-Beiträge, Listen über den Aufrufe von Websites und auch auf Telefonate zugegriffen haben, um diese Daten mit der US-amerikanischen NSA gemeinsam verarbeiten. Im Ausmaß soll die seit 18 Monaten laufende Aktion der Briten die Aktivitäten des NSA deutlich übertreffen; Snowden verfügt laut Guardian über Dokumente, die dies belegen.

(22.06.2013/fgo)

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