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2. Mai 2017 - Sicherheitsforschung

Projekt ArGUS: Droh(n)ende Gefahren abwehren

Drohnen sind ein beliebtes Spielzeug. Sie werden aber auch in naher Zukunft häufiger für Inspektions- und Transportaufgaben zum Einsatz kommen. Der illegale Einsatz dieser unbemannten Flugobjekte birgt Risiken und Gefahren. Denen soll ArGUS einen Riegel vorschieben.

Drohnenabwehr mit Argus ArGUS soll in naher Zukunft zur Erkennung und Abwehr illegitimer Drohneneinsätze zum Einsatz kommen (Bild: Fraunhofer IOSB)

Seit März 2017 fördert die Bundesregierung ein Verbundvorhaben, das auf drei Jahre angelegt ist. Ziel des Projekts ist es, ein Assistenzsystem zur situationsbewussten Abwehr von Gefahren durch UAS (Unmanned Aerial Systems), kurz ArGUS, zu entwickeln.

Fraunhofer IOSB als Projektkoordinator

Federführend bei diesem Projekt ist das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB).

Weitere Verbundpartner sind

  • der Verband für Sicherheitstechnik (VfS),
  • das European Aviation Security Center (EASC),
  • die beiden Industrieunternehmen Securiton und Atos Deutschland
  • sowie die TH Deggendorf und die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Anwender des Systems

Assoziierte Partner aus dem Bereich der Anwendung sind

  • der Flughafen Frankfurt,
  • der Hamburger Sicherheitsdienstleister Power GmbH,
  • das LKA Bayern und
  • das Bundeskriminalamt.

Ziele des Sicherheitssystems

Nach seiner Fertigstellung soll ArGUS unbemannte Flugsysteme entdecken und im Falle einer Erkennung Einsatzvorschläge für Gegenmaßnahmen anbieten.

ArGUS soll

  • möglicher Bedrohungen frühzeitig erkennen,
  • potenzieller Auswirkungen abschätzen und
  • eine Situationsanalyse auf Basis der gewonnenen Informationen durchführen können.

Prognosen erleichtern Entscheidungsfindung

Aus dem jeweils aktuellen Szenario soll das System in der Lage sein, den Einsatzkräften bei einer Gefahrensituation durch eine Drohne rechtskonforme Reaktionsvorschläge zu unterbreiten.

Unterstützt wird die Entscheidungsfindung durch Simulationen und Prognosen der möglichen weiteren Entwicklung der aktuellen Situation.

fgo

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