16. Mai 2013 - Apps

Apps mit Mängeln beim Datenschutz

Eine Stichprobe zeigt: Mit ihren Datenschutzerklärungen nehmen es die Anbieter von Smartphone- und Tablet-Apps nicht allzu genau.

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Fehlende oder fehlerhafte Datenschutzerklärungen sind bei Apps Standard (Bildquelle: Gerd Altmann/pixelio.de).

Die unzähligen verfügbaren Apps haben nachhaltig zum Siegeszug der Smartphones und Tablets beigetragen. Dass es die Hersteller und Anbieter dieser oftmals sehr nützlichen Programme mit dem Datenschutz nicht allzu genau nehmen, ist ein offenes Geheimnis. Das bestätigt auch eine Stichprobe des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht (BayLDA).

Das BayLDA hat aktuell 30 zufällig ausgewählte Apps bayerischer Anbieter überprüft und dabei erhebliche Mängel bei der Information über den Umgang mit Daten festgestellt. Im Fokus dieser Prüfung stand die Verfügbarkeit und Auffindbarkeit der Datenschutzerklärung, deren Verständlichkeit und die Erreichbarkeit der verantwortlichen Stelle, um in datenschutzrechtlichen Belangen mit dieser in Kontakt treten zu können.

Drei von vier Apps fielen durch

Im Ergebnis konnte nur jede vierte Apps die Prüfer überzeugen. In 75 Prozent aller Fälle waren die Datenschutzerklärungen der geprüften Apps gar nicht vorhanden, nicht auf den konkreten Dienst abgestimmt oder nur dem Start der App über einen Verweis auf die Datenschutzerklärung der Web-Site des Anbiters verfügbar. Ebenso wurde in den wenigsten Fällen eine Kontaktmöglichkeit für datenschutzrechtliche Fragen und Beschwerden aufgefunden.

Vielen Nutzern von Smartphones und Tablets dürfte es nicht bewusst sein, dass sie ihre kostenlosen Apps unter anderem mit allen ihren Kontaktdaten, etwa dem Namen, der Adresse oder der Telefonnummer „bezahlen“, so das BayLDA. Um das Bewusstsein dieser Nutzer zu sensibilisieren und zu stärken, sei es erforderlich, dass transparent durch eine leicht aufzufindende Information erkennbar wird, ob, in welchem Umfang und zu welchen Zwecken personenbezogene Daten bei der Nutzung der entsprechenden App betroffen sind.

(16.05.2013/fgo)

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