15. Oktober 2014 - Datenschutz

Anwender nehmen Unternehmen und sich selbst in die Pflicht

Den Schutz persönlicher Daten sehen Internetnutzer laut einer aktuellen Umfrage weniger als eine Aufgabe des Staates an, sondern er liegt in der Eigenverantwortung der Nutzer sowie bei den Unternehmen.

Zwei Drittel der Internetnutzer sehen in Sachen Datenschutz vor allem sich selbst in der Pflicht (Bild: C. Klinkenberg/pixelio.de) Zwei Drittel der Internetnutzer sehen in Sachen Datenschutz vor allem sich selbst in der Pflicht (Bild: C. Klinkenberg/pixelio.de)

Fast zwei Drittel (62 Prozent) von mehr als 1.000 Internetnutzern, die im Rahmen einer gemeinsamen Studie von Bitkom Research und Aris Umfrageforschung befragt wurden, äußerten die Ansicht, dass in erster Linie sie selbst für den Schutz ihrer Daten im Internet zuständig sind. Noch im Jahr 2012 lag dieser Anteil bei 54 Prozent, 2009 waren es 52 Prozent.

Auch die Verantwortlichkeit der Unternehmen in Sachen Datenschutz wurde stärker als in den vorherigen Umfragen betont. So sehen aktuell 22 Prozent der Internet-Anwender den Schutz der eigenen Daten vorrangig als Aufgabe der Anbieter von Online-Diensten sowie der Hersteller von Hard- und Software. 2012 waren es 6 Prozent, 2009 gar nur 3 Prozent.

Dagegen verringerte sich der Anteil der Befragten, die vorrangig den Staat als ersten Zuständigen für den Schutz ihrer Daten benannten. Aktuell waren es 15 Prozent, im Jahr 2012 lag der Anteil noch bei 36 Prozent und 2009 sogar bei 44 Prozent.

Damit nähern sich aus Bürgersicht die Zuständigkeiten für den Schutz in der Online- und der Offline-Welt an. Zum Vergleich: Laut Umfrage sahen nur 4 Prozent der Internet-Nutzer den Staat vorrangig zuständig für den Schutz ihrer Wohnung. 95 Prozent äußerten die Meinung, dafür selbst verantwortlich zu sein.

fgo

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