22. Februar 2012 - Suchmaschinen

Anonymisierungsproxy Scroogle stellt seinen Dienst ein

Der privat betriebene Proxy Scroogle.org stellt seinen Dienst ein. Ab dem 23. Februar leitet er keine anonymisierten Suchanfragen mehr zwischen Google und den Nutzern weiter.

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Scroogle.org ist Vergangenheit (Foto: Edgeworks Limited/Flickr/CC BY 2.0)

Der Betreiber von Scroogle.org, Daniel Brandt, hat dem Onlinedienst Betabeat.com bestätigt: „Scroogle.org ist für immer weg“.

Scroogle.org schaltete sich als anonymisierender Proxy zwischen Suchanfragen und Google und versprach Anonymität und Datenschutz. Die Suchanfrage wurde an Google weitergeleitet und die an Scroogle zurückgelieferten Ergebnisse an den Nutzer gesendet.

Keine Cookies, keine Logs

Scroogle versicherte auf seiner Webseite, die Ergebnislisten nicht zu speichern, keine Cookies zu setzen und Logdaten nach 48 Stunden zu löschen.

Von Google toleriert

Google tolerierte die Seite, Mitarbeiter von Google halfen Brandt sogar mehrfach, nicht von Google ausgesperrt zu werden.

In den vergangenen Wochen hatte Google den Dienst wieder mehrfach über Stunden geblockt. Angeblich waren diese Aktionen eine Folge davon, dass Scroogle in die Spamfilter von Google geraten sei.

DDoS-Angriffe zerstören sieben Server

Brandt hat alle seine Domains, neben Scroogle.org auch google-watch.org, namebase.org, cia-on-campus.org und book-grab.com, abgeschaltet. Sie waren nach seinem Bekunden Ziel von wiederholten DDoS-Angriffen geworden.

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„Selbst, wenn ich nicht Opfer der DDoS-Attacken geworden wäre, wäre Scroogle von Google bald zerquetscht worden. Ich hätte vielleicht noch weitere sechs Monate durchgehalten, wenn ich nicht in den letzten sechs Monaten sieben Server verloren hätte“, bestätigte Brandt das Ende von Scroogle.org gegenüber betabeat.com.

23.02.2012 (betabeat.com/BM)

 

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