3. September 2015 - Mobile Endgeräte

Android-Malware: Spionage-Software im Lieferumfang inbegriffen

Sicherheitsexperten haben auf zahlreichen neuen Smartphones in der Firmware versteckte Programme entdeckt, die ohne Wissen der Nutzer persönliche Daten versenden.

Neue Rekorde bei Android-Malware Smartphones sind ein immer beliebteres Ziel unter Datendieben (Bild: YiuCheung / iStock / Thinkstock)

Nachdem bereits im letzten Jahr das Smartphone Star N9500 in die Kritik geraten war, da das Android-Gerät im Auslieferungszustand persönliche Daten unbemerkt an einen Server in China versendete, haben die Fachleute des Virenschutz-Herstellers G Data jetzt noch einmal genauer hingeschaut.

Ergebnis der Untersuchung, die im aktuellen Mobile Malware Report dokumentiert ist: Mehr als 26 Modelle von zum Teil bekannten Herstellern wie Huawei, Lenovo oder Xiaomi weisen vorinstallierte Spionagefunktionen in der Geräte-Firmware auf. Allerdings geht G Data davon aus, dass, anders als bei den Star-Geräten, wahrscheinlich Zwischenhändler die Geräte-Software verändern, um Nutzerdaten zu stehlen und mit eigener Werbung Geld zu verdienen.

Neuer Rekord an Android-Malware

Auch sonst stehen in der mobilen Welt vor allem Endgeräte mit dem Betriebssystem Android im Fokus von Hackern und Datendieben. Bereits jetzt bricht das erste Halbjahr 2015 alle Schadcode-Rekorde: Mehr als eine Million neuer Android-Schädlinge wurden in sechs Monaten des laufenden Jahres entdeckt. Damit haben die Analysten im ersten Halbjahr fast so viele Android-Schaddateien dokumentiert wie im gesamten Jahr 2013.

Für die zweite Hälfte 2015 erwarten die Sicherheitsexperten von G Data nochmals einen deutlichen Anstieg von Android-Malware. Eine Zahl von über zwei Millionen neuer Schadprogramme ist wahrscheinlich.

fgo

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