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3. Februar 2020 - Datenschutz-Aufsichtsbehörden

Amtsübergabe beim Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht

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Am Freitag, 31.1.2020, ging in Ansbach eine Ära zu Ende: Thomas Kranig, Präsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht (BayLDA), übergab in einem feierlichen Festakt den Stab an seinen Nachfolger Michael Will.

3 Generationen Leiter des des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht 3 Generationen Bayerisches Landesamt: Günther Dorn (2. v.l.), Thomas Kranig (Mitte), Michael Will (2. v.r.). Außerdem auf dem Bild: Dr. Eugen Ehmann, Regierungspäsident von Unterfranken, und Ricarda Veidt, Chefredakteurin der Datenschutz PRAXIS

Mit Thomas Kranig geht eine Persönlichkeit in den Ruhestand, die den Datenschutz in den letzten Jahren stark geprägt hat.

Seit 2011 Präsident des BayLDA, stand er stets dafür ein, Datenschutz verständlich zu machen, zu informieren und zu beraten, aber auch durchzugreifen, wo nötig.

Besser im Vorfeld unterstützen und einen Datenschutz-Verstoß verhindern, als später eine Geldbuße verhängen zu müssen – das war sein Grundsatz.

Geschätzter Ansprechpartner in Datenschutz-Fragen

Unter seiner Ägide und mit einem engagierten, kompetenten Mitarbeiter-Team im Haus entwickelte sich das BayLDA zu einem geschätzten Ansprechpartner (nicht nur) für bayerische Unternehmen und zu einer wichtigen Anlaufstelle in Sachen „Informationen zur Datenschutz-Grundverordung“.

Zu seiner Verabschiedung und zur Amteinführung seines Nachfolgers letzten Freitag erschien im festlichen Rahmen der Orangerie in Ansbach eine entsprechend große und hochkarätige Gästeschar.

Nach der Begrüßung durch Andreas Sachs, Vizepräsident des BayLDA, und dem Grußwort von Helga Block, Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit NRW, hielt Staatsminister Joachim Herrmann, Bayerisches Staatsministerium des Innen, für Sport und Integration, seine Festrede.

Er würdigte Thomas Kranigs Verdienste und wünschte seinem Nachfolger Michael Will ein ebenso „glückliches Händchen“.

„Zu viel Weihrauch rußt den Heiligen“

„Zu viel Weihrauch rußt den Heiligen“ – unter diesem Motto sprach im Anschluss Prof. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V. Er hielt eine sehr persönliche Laudatio, in der er auch einige Unterschiede betonte, vor allem in der Wahl des bevorzugten Fußballclubs.

Dann waren die Hauptpersonen dieses Tages selbst gefragt. In seiner Abschiedsrede betonte Thomas Kranig, dass er sich nun auf die „Vollzeit-Ehe“ freue, nachdem seine Familie zuvor aufgrund des Aufgabenpensums oft zurückstehen musste.

Thomas Kranig hören Sie übrigens noch einmal in der jüngst erschienenen Podcast-Folge 8

Der neue Präsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht

Michael Will, neuer Präsident des LDA, versicherte in seiner Antrittsrede, er freue sich auf die herausfordernde Aufgabe und das Mitarbeiter-Team.

Bereits seit 2009 ist Michael Will mit Datenschutz-Themen betraut. In diesem Jahr wurde Michael Will Leiter des Referats „Datenschutz“ im Bayerischen Staatsministerium des Innern für Sport und Integration.

Außerdem war er dort als behördlicher Datenschutzbeauftragter tätig und als Mitglied der Datenschutzkommission des Bayerischen Landtags.

Im Auftrag des Bundesrats begleitete er von 2012 bis 2015 die Beratungen der Ratsarbeitsgruppe Datenschutz und Informationsaustausch (DAPIX) zur Datenschutz-Grundverordnung.

Zudem ist er vielen Datenschutzbeauftragten aus zahlreichen Veranstaltungen als stets bestens informierter Referent bekannt.

Mehr zu Michael Will finden Sie unter https://www.lda.bayern.de/de/praesident.html.

Ricarda Veidt
Chefredakteurin Datenschutz PRAXIS