10. Juni 2013 - Mobile Endgeräte

Alle 22 Sekunden ein neuer Android-Schädling

Laut einer Untersuchung von G-Data rücken Android-Mobilgeräte und deren Nutzer zunehmend ins Fadenkreuz von Cyberkriminellen.

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Smartphones entwickeln sich zunehmen zum Ziel für Cyberkriminelle (Bildquelle: Kigoo Images/pixelio.de).

Das Unternehmen stellte fest, dass im Mai dieses Jahres durchschnittlich alle 22 Sekunden ein neuer Schädling für Googles Betriebssystem zum Einsatz kam. Dabei hatten es die Verursacher der Angriffe insbesondere auf den Diebstahl persönlicher Daten, den lukrativen Versand von teuren Premium-SMS und die Initiierung von kostenpflichtigen Anrufen abgesehen.

Zur Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Angriffs zu werden, liegen aktuell Zahlen von Lookout vor. Die Mobil-Security-Experten  hatten in den Ländern Deutschland, USA, Großbritannien, Japan und Indien vom 1. Januar bis zum 16. Mai 2013 die Zahlen für eine Statistik zu mobilen Bedrohungen erfasst.

Trojanerhochburg Deutschland

Die Untersuchung zeigt für Deutschland, dass die Verbreitung von Trojanern aktiver betrieben wird als in anderen Regionen: Die Wahrscheinlichkeit, auf einen Trojaner zu treffen, liegt demnach hierzulande bei 0,78 Prozent. In den USA liegt dieser Wert zum Vergleich nur bei 0,24 Prozent. Den Grund hierfür sieht Lookout im Vorkommen von auf deutsche Nutzer zielende Banking-Trojaner und einigen Premium-SMS-Familien. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit für Einzelpersonen gering sei, auf schädliche Apps zu treffen, seien angesichts der hohen Zahl an Smartphone- und Tablet-Nutzern die absoluten Zahlen durchaus relevant.

Weiterhin stellt der Bericht fest, dass Adware die häufigste Angriffsform darstellt. Die Einnahmemöglichkeiten mit dieser aggressiven Werbeform seien verhältnismäßig hoch und die Monetarisierung einfach. Die Wahrscheinlichkeit für einen Android-Nutzers in Deutschland, Adware auf dem Gerät installiert zu haben, liege bei 1,20 Prozent.

(10.06.2013/fgo)

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