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15. September 2017 - Sicherheitslücken

5 Milliarden Geräte von Bluetooth-Schwachstellen betroffen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor mehreren Sicherheitslücken in Bluetooth, die Angreifern den illegitimen Zugang zu sensitiven Daten bieten.

Bei aktiviertem Bluetooth setzen sich Nutzer mobiler Geräte der Gefahr aus, dass ihre sensitiven Daten in fremde Hände geraten. (Bild: Thinkstock / iStock / Kluva)

Mehr als 5 Milliarden betroffen

Mehr als fünf Milliarden Geräte mit Bluetooth-Funktion sind laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) von mehreren Schwachstellen in der Bluetooth-Implementierung betroffen.

Vollständige Kontrolle

Werden diese erfolgreich ausgenutzt, ist es einem Angreifer möglich, die vollständige Kontrolle über ein betroffenes Gerät zu erhalten.

In der Folge kann er beispielsweise sensible Daten stehlen, Passwörter ausspähen oder die Geräte einem Botnetz zufügen.

Die Geräte verbreiten dann unter Umständen die Schad-Software an andere Bluetooth-Geräte weiter.

Angriff aus der Ferne

Das BSI bezieht sich in seiner Warnung auf einen Bericht der Sicherheitsfirma Armis, die die Schwachstellensammlung „BlueBorne“ taufte.

Wie Armis erläutert, kann ein Cyberkrimineller die Fehler in der Bluetooth-Implementierung ausnutzen, wenn sich ein Gerät, auf dem Bluetooth aktiviert ist, in einem Umkreis von zehn Metern befindet.

Vom Besitzer des Geräts unbemerkt kann er sich einloggen, auf Daten zugreifen und eigenen Code ausführen.

Betroffene Geräte

Betroffen sind neben Smartphones, Tablets und Laptops aller Betriebssysteme auch Geräte des Internet of Things (IoT) wie Freisprecheinrichtungen.

Nur bei Bedarf aktivieren

Das BSI empfiehlt, zur Verfügung stehende Updates umgehend einzuspielen und bis dahin alle Bluetooth-Funktionen zu deaktivieren.

Grundsätzlich sollten laut BSI Bluetooth und andere Kommunikationskanäle wie etwa WLAN nur dann aktiviert sein, wenn sie tatsächlich gebraucht werden.

fgo

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