5. Oktober 2012 - PIN-Code

1-2-3-4 ist keine gute Idee

Mobiltelefone haben sich inzwischen zu tragbaren Datentresoren entwickelt, die häufig reichlich sensitive Informationen auf ihren Speicherkarten vorhalten. Einen Schutz vor dem unberechtigten Zugriff soll dabei der vierstellige PIN-Code liefern. Doch in der Praxis sind viele Anwendern zu bequem, diesen Schutz auch wirkungsvoll einzusetzen.

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Auch die untereinander stehende Kombination 2-5-8-0 wird oft eingesetzt - sie schafft es auf Rang 22 (Quelle: Harald Wanetschka /pixelio.de).

1 zu 9999 stehen die Chancen, per Zufall auf Anhieb den richtigen vierstelligen Pin-Code einzutippen, um ein über die PIN gesichertes Smartphone aktiv zu schalten. Drei Versuche sind frei, um den richtigen Code zu erwischen. Danach kann die SIM-Karte nur durch Eingabe des PUK  (Personal Unblock Key) entsperrt werden. Soweit die Theorie.

Die Praxis stellt sich allerdings anders dar. Denn Nick Berry, Chef des Technologieberatungsunternehmens DataGenetics, hat mehr als drei Millionen PIN-Codes aus einer frei verfügbaren, anonymisierten  Datenbank unter die Lupe genommen und festgestellt, dass mehr als jeder zehnte davon 1-2-3-4 lautet. Mit den drei am häufigsten verwendeten Codes (zudem noch 1-1-1-1 und 0-0-0-0) lässt sich in fast einem Fünftel aller Fälle auf die Geräte zugreifen, die 20 Spitzenreiter dieser Liste bringen es auf knapp 28 Prozent Trefferquote.

Berry warnt in seinem Blog übrigens auch davor, nun auf die statistisch am seltensten eingesetzte Zahlenkombination umzusteigen. Denn schließlich sei die 8-0-6-8 allen bekannt, die seinen Artikel lesen.

(05.08.2012/fgo)

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